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08.07.2015

11:11 Uhr

Private Equity

Finanzinvestoren mögen Deutschland

Private-Equity-Gesellschaften kaufen wieder mehr Unternehmen in Deutschland. Vor allem für in den USA ansässige Kunden sei Deutschland derzeit attraktiv, ergibt eine neue Studie der Unternehmensberater von Ernst & Young.

Die Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater von Ernst & Young haben eine neue Studie veröffentlicht. dapd

Ernst & Young

Die Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater von Ernst & Young haben eine neue Studie veröffentlicht.

FrankfurtFinanzinvestoren geben in Deutschland wieder mehr Geld für Unternehmenskäufe aus. Im ersten Halbjahr 2015 erwarben die Private-Equity-Gesellschaften 72 deutsche Unternehmen für zusammen 8,6 Milliarden Euro, wie die Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater von EY (Ernst & Young) errechnet haben. Damit hielt sich der Wert der Käufe und Verkäufe zum ersten Mal seit zweieinhalb Jahren wieder die Waage, wie es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie heißt.

Zuletzt hatten die Finanzinvestoren sich vorwiegend bemüht, ihre im Boom vor der Finanzkrise teuer zugekauften Unternehmen wieder zu Geld zu machen. Nun würden die Private-Equity-Gesellschaften gerne noch mehr Unternehmen in Deutschland kaufen. Die relativ gute Konjunktur und der schwache Euro machten Deutschland für die vor allem in den USA ansässigen Käufer attraktiv.

Doch die hohen Preise und die wachsende Konkurrenz durch Käufer aus der Industrie machten es Private Equity schwer, das eingesammelte Geld zu investieren. „Es gibt mehr Liquidität im Markt als Anlagemöglichkeiten“, sagte EY-Partner Alexander Kron. „Den Finanzinvestoren gehen die Ziele aus, während immer weiter Geld in ihre Fonds fließt.“

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Daher hofften sie verstärkt darauf, bei Großkonzernen zum Zuge zu kommen, die Sparten oder Tochterfirmen verkauften. Für solche abgespaltenen Konzernteile seien Finanzinvestoren oft die idealen Abnehmer, weil sie Erfahrung mit der Sanierung oder dem Umbau von Unternehmen haben.

Im ersten Halbjahr dominierten allerdings zwei Übernahmen, bei denen ein Finanzinvestor ein Unternehmen an den nächsten weiterreichte. Advent verkaufte die Parfümeriekette Douglas für 2,8 Milliarden Euro an CVC, BC Partners bekam für den Labordienstleister Synlab 1,7 Milliarden Euro von Cinven.

Von

rtr

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