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19.02.2012

11:58 Uhr

Profi-Anlageempfehlung

Anleger sollten sich auf Inflation einstellen

VonStefan Keitel

Die Notenbanken werden die Märkte mit Liquidität befeuern. Der Zeitpunkt für die Inflationsschübe ist kaum vorhersehbar. Daher empfiehlt es sich die Portfoliostruktur sukzessiv auf eine höhere Inflation auszurichten.

Autor Stefan Keitel ist Global Chief Investment Officer der Credit Suisse. Pressebild

Autor Stefan Keitel ist Global Chief Investment Officer der Credit Suisse.

Die massiven Liquiditätsspritzen der Notenbanken zur Bekämpfung der Euro-Zonen-Krise wecken die alten Inflationsängste in Deutschland. Profis wie Privatanleger fragen sich: Führt überbordende Liquidität zwangsläufig zu nachhaltigen Inflationsentwicklungen? Sollte man sich investmentstrategisch gegen Inflationstendenzen positionieren? Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen?

Die Inflationssorgen sollten sich zunächst noch als verfrüht erweisen: Banken haben die Kreditvergabe eingeschränkt, die Konsumenten legen ihr Geld weiterhin verstärkt auf die hohe Kante, die Kapazitäten der Unternehmen sind nicht ausgelastet und ihre Spielräume für Preisüberwälzungen gering. Zudem ist insbesondere in der Euro-Zonen-Peripherie die Furcht vor Deflation größer, und es wird nach Wegen gesucht, eine Depressions- und Deflationsspirale zu vermeiden.

Die Notenbanken werden demnach die Märkte weiter mit Liquidität befeuern. Über kurz oder lang wird dies jedoch in Verbindung mit einer Normalisierung der Gesamtsituation auch jenseits der Schwellenländer zu einem nachhaltigen Inflationsanstieg führen.

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Der Zeitpunkt und das Ausmaß der jeweiligen Inflationsschübe lassen sich jedoch kaum exakt vorhersagen. Aus unserer Sicht empfiehlt es sich daher bereits jetzt, die Portfoliostruktur sukzessive auf diesen sehr wahrscheinlichen Langfristtrend hin auszurichten. Dabei gilt es jedoch, einige Besonderheiten zu beachten.

Kommentare (18)

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Account gelöscht!

19.02.2012, 12:13 Uhr

darauf habe ich mich schon seit mehr als 5 Jahren eingestellt!

Account gelöscht!

19.02.2012, 12:18 Uhr

Ich auch. Gähhnnnnn .......

Kritiker

19.02.2012, 12:21 Uhr

Offiziell wird es nie eine große Inflation geben. Schon jetzt ist die Inflation hoch Das merkt jeder Bürger in seinem Geldbeutel. Doch dank "neu" erfundener Berechnungsgrundlagen = hedonische Berechnung und einem fragwürdigen Warekorb, bei dem teuere Produkte oft gegen billigere ausgetauscht werden, weist man die Inflation immer bei ca. 2 % aus. Nach er alten Berechnung würde die Inflation jedes Jahr bei ca. 6 % liegen. Weist man die Inflation niedrig aus hat das den Vorteil, dass Bund, Länder aber auch private Arbeitgeber nur geringe Lohnerhöhugen zahlen müssen, um den Eindruck zu erwecken, der Bürger habe nun mehr im Geldbeutel. 2 % Inflation und 2,3 Prozent mehr Lohn. Man suggeriert dem Bürger er habe ja nun mehr Geld zu Verfügung. Und unsere einfältigen Gewerkschaften, die hauptsächlich dafür verantwortlich sind, dass immer mehr Menschen verarmen, lassen sich an der Nase herumführen und stimmen Mini-Lohnerhöhungen zu.
Hier wird genaus gefälscht und getrickst wie mit der offziellen Abeitslosenquote, bei der über 58-jährige Arbeitslose nicht eingerechnet werden, Leute die einen PC-Kurs belegen oder in ABM-Maßnahmen sind etc.
Überall wird gefälscht und getrickst, damit die Zahlen stimmen - nicht nr in Greichenland. Ach, es heißt ja bei den hohen Herren nicht fälschen, sondern kreative Buchführung.

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