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18.03.2012

09:25 Uhr

Profi-Anlageempfehlung

Brasilien ist einen Blick wert - nicht nur wegen des Fußballs

VonOliver Postler

In den nächsten Jahren wächst Brasilien zur fünftgrößten Wirtschaftsnation der Welt heran. Für den dortigen Aktienmarkt spricht mehr als nur Samba und Fußball, sagt Oliver Postler von der Hypovereinsbank.

Ein Fan der brasilianischen Nationalmannschaft hält eine Replika des Weltpokals in der Hand. Brasilien wird die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ausrichten. dpa

Ein Fan der brasilianischen Nationalmannschaft hält eine Replika des Weltpokals in der Hand. Brasilien wird die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ausrichten.

Das Umfeld für Aktien verbessert sich zunehmend. Auch die Börsen in den Schwellenländern verzeichneten deutliche Kursgewinne. Besonders gut gefällt uns derzeit Brasilien. Eine rückläufige Inflation, starkes Wachstum und attraktive Bewertungen (KGV 11,5, Dividendenrendite 3,6 Prozent) sprechen für den dortigen Aktienmarkt.

Brasilien ist mit Abstand die größte Volkswirtschaft in Südamerika. Mit über 195 Millionen Einwohnern stellt das Land knapp die Hälfte aller südamerikanischen Einwohner. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass Brasilien bis 2015 die weltweit fünftgrößte Wirtschaft sein wird.

Für das brasilianische Bruttoinlandsprodukt wird in 2012 nach Angaben der brasilianischen Zentralbank ein Wachstum von 3,5 Prozent erwartet. Die Staatsverschuldung liegt in Brasilien bei rund 66 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt und damit etwa 20 Prozentpunkte niedriger als in Deutschland. Während andere Länder dabei zusehen müssen, wie ihr Rating abgestuft wird, wird Brasilien sogar aufgewertet. So vergibt die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) ein BBB Rating. Herausforderungen sind die hohe Armut und ein renovierungsbedürftiges Bildungssystem.

Die großen Rohstoffvorkommen tragen ebenfalls stark zum Wachstum bei. Und auch in der Industrie zeigt Brasilien Stärke. Das Land ist der viertgrößte Automobilproduzent der Welt nach China, den USA und Japan.

Im letzten Jahr hat der brasilianische Aktienmarkt gemessen am Index Bovespa aus Sicht des deutschen Anlegers rund 25 Prozent verloren. Dazu haben Währungsverluste etwa sieben Prozent beigetragen. Dieses Jahr schaut das Bild anders aus: Bislang stehen rund 22 Prozent Kursgewinne (Aktien und Währung) zu Buche. Der Index Bovespa besteht aus 57 Unternehmen. Darin enthalten sind unter anderem der Energiekonzern Petrobras, das Rohstoffunternehmen Vale und Embraer als drittgrößter Flugzeugbauer der Welt.

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Auf der Währungsseite erwarten wir über die nächsten Jahre tendenziell eine Aufwertung des Reals zum Euro. Damit dürften für deutsche Anleger zwar eine hohe Volatilität, aber auch Kursgewinne über die Währung zu erwarten sein.

Ein Engagement in Aktien aus Schwellenländern ist generell mit höheren Schwankungen verbunden als in traditionellen Aktienmärkten. Eine Beimischung sollte auf die individuellen Anlageziele, auf Anlagehorizont und Risikobereitschaft abgestimmt sein. Für Anleger, die in den brasilianischen Aktienmarkt investieren möchten, wäre dies beispielsweise über den aktiv gemanagten Fonds JPM Brazil Equity A (dist)-USD (A0MZM6/LU0318934535) oder ein ETF von iShares MSCI Brazil (A0HG2M/DE000A0HG2M1) möglich.

Kommentare (5)

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Brasil

18.03.2012, 11:05 Uhr

Wer Brasilien immer noch als Schwellenland bezeichnet ist entweder ein Ignorant, oder hat absolut keine Ahnung von dem was er da schreibt!
Nicht nur Brasilien, sondern alle BRIGS Staaten werden in den nächsten Monaten (Eurocrash) und Jahren (Dollarcrash) zeigen, wer in der Welt führend sein wird, in Allem!

Account gelöscht!

18.03.2012, 11:17 Uhr

Der DAX ist das Fenster zu den Emerging Markets mit preußischer Rechtssicherheit. Schwachsinn also dann sein Geld außerhalb Deutschland und des Euro zu investieren, und damit auch noch ein Währungsrisiko einzugehen !

Account gelöscht!

18.03.2012, 11:26 Uhr

Der DAX ist das Fenster zu den Emerging Markets mit preußischer Rechtssicherheit, Transparenz und hoher Liquidität.

Schwachsinn also dann sein Geld außerhalb Deutschland und des Euro zu investieren, und damit auch noch ein Währungskursrisiko einzugehen !

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