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09.07.2011

08:44 Uhr

Profi-Anlageempfehlung

Die Luftfahrt verzeichnet himmlische Zuwächse

VonUlrich Stephan

Gehen Sie in die Luft, empfiehlt Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Denn die Luftfahrtindustrie verzeichnet in den Schwellenländern traumhafte Zuwächse. Aber Vorsicht: Aschewolken können die Rendite schmälern.

Ulrich Stephan von der Deutschen Bank empfiehlt die Luftfahrt - auch wenn diese Branche sehr konjunkturfühlig ist. Quelle: Pressefoto

Ulrich Stephan von der Deutschen Bank empfiehlt die Luftfahrt - auch wenn diese Branche sehr konjunkturfühlig ist.

FrankfurtDie Erholung der Weltwirtschaft hat der Flugzeugbranche kräftigen Aufwind gegeben. Abzulesen war dies jüngst auf der Luftfahrtmesse von Le Bourget: Mit zusammen rund 1200 Aufträgen wurden die Erwartungen der fünf bedeutendsten Anbieter Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer und ATR deutlich übertroffen.

Als Überflieger erwies sich besonders die EADS-Tochter Airbus, die vor den Toren von Paris über 700 Bestellungen und Vorverträge einsammeln konnte – das entspricht einem Listenpreis von über 70 Milliarden Dollar. Unbestrittener Star der Messewoche war dabei der verbrauchsarme Airbus A320neo, der allein 681-mal geordert wurde.

Gleich nach Abschluss der Messe füllte sich das Orderbuch von Airbus weiter, mit Bestellungen aus China und Singapur für über 100 Maschinen der Typen A320 und A330. Auch die Triebwerkshersteller durften zufrieden sein, allen voran General Electric mit seinen Joint Ventures, CFM International und Engine Alliance, die gemeinsam vier von fünf Bestellungen in diesem Bereich für sich verbuchen konnten.

Die Zeichen für die Luftfahrtbranche stehen auf Wachstum – das bestätigt auch die Internationale Luftfahrtgesellschaft IATA: Der Branchenverband erwartet einen Anstieg der geflogenen Passagier- und Frachttonnenkilometer um konstant mehr als fünf Prozent jährlich in den kommenden drei Jahren. Starke Impulse kommen dabei aus den Schwellenländern. Besonders asiatische Fluglinien rüsten auf: So kamen 40 Prozent der Aufträge in Le Bourget laut Deutsche Bank Global Markets Research aus Asien. Alleine indische Gesellschaften orderten in diesem Jahr für 23 Milliarden Dollar. China plant nach Angaben der Behörde für Zivilluftfahrt CAAC über 45 neue Flughäfen bis 2015. Bis dahin sollen chinesische Fluggesellschaften über rund 5 000 Maschinen verfügen. Das sind fast doppelt so viele wie Ende 2010.

Dieses dynamische Wachstum im Zeichen der Globalisierung sollte Anlegern interessante Möglichkeiten bieten. Aktien von erfolgreichen Flugzeugherstellern, aber auch von Triebwerksproduzenten und anderen Zulieferern, erscheinen aussichtsreich, Bewertungen und Chance-Risiko-Verhältnis sind in den meisten Fällen noch attraktiv. Dies gilt auch für gut positionierte Fluglinien, die aktuell Rückenwind von einem sinkenden Ölpreis bekommen.

Kommentare (1)

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drallwissend

09.07.2011, 13:19 Uhr

Also mir erschliesst sich nicht, wie man vor dem Hintergrund einer zur Neige gehenden Ressource und daraus folgenden explodierenden Rohölpreisen und damit Treibstoffkosten so dreist sein kann und die Luftfahrt als Anlageempfehlung publiziert! Ist es Dummheit, Ignoranz oder stehen da andere Interessen dahinter? Meines Wissens werden in den kommenden jahren jedenfalls keine Flugzeuge mit Solarantrieb oder auf Battrie Personen und Waren um die Welt befördern. Und da dürften die Aschewolken das geringste Problem sein! Von daher: Erst nachdenken und dann Finger weg!

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