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06.08.2011

14:35 Uhr

Profi-Anlageempfehlung

Immobilien im Ausland können sich lohnen

VonUlrich Stephan

Neben Gold bieten auch Sachwerte wie Immobilien Anlegern mehr Sicherheit. Dabei lohnt sich auch der Blick über den nationalen Tellerrand. Fonds sollten vor der Investition aber genau geprüft werden.

Ulrich Stephan ist Global Chief Investment Officer Privat- und Geschäftskunden bei der Deutschen Bank. Quelle: pr

Ulrich Stephan ist Global Chief Investment Officer Privat- und Geschäftskunden bei der Deutschen Bank.

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit an den Kapitalmärkten erinnern sich viele Anleger daran, dass zu einem gut diversifizierten Vermögensportfolio auch Immobilienbesitz gehört. Und das aus gutem Grund, liegen viele attraktive Objekte doch „vor der Haustür“: Deutschland ist dank seiner soliden Konjunktur derzeit ein attraktiver Markt für Immobiliendirektanlagen oder geschlossene Fonds.

Das gilt besonders für Ballungsräume wie München, Berlin oder Hamburg. Aber auch Universitätsstädte wie Freiburg oder Trier können interessant sein. Zwar müssen für gute Wohnlagen heute bereits hohe Kaufpreise gezahlt werden – wenn Lage und Zustand des Objekts stimmen, lässt sich dies aber durch entsprechende Mieteinkünfte kompensieren. Mittelfristig sollten am deutschen Markt Gesamtrenditen zwischen vier und sechs Prozent zu erzielen sein.

Unter den Gesichtspunkten von Renditechancen und Risikostreuung empfiehlt sich aber auch ein Blick über den nationalen Tellerrand. Für Anleger, die von der anhaltenden Erholung an den globalen Immobilienmärkten profitieren wollen, kommen etwa offene Immobilienfonds infrage, die bereits mit wenig Kapital einen Einstieg in die Anlageklasse ermöglichen.

Immer mehr Menschen zieht es in die Großstädte

Allerdings sollte ein Fonds vor der Investition genau geprüft werden. Nach Angaben der Immobilienberatungsgesellschaft DTZ umfasste der investierte Bestand 2010 ein Volumen von 11,3 Billionen US-Dollar, relativ gleichmäßig verteilt auf die drei Hauptregionen Asien/Pazifik, USA und Europa.

Mehrere langfristige Megatrends werden die Entwicklung der globalen Märkte in den kommenden Jahren stark beeinflussen. Erstens: Die Urbanisierung der aufstrebenden Volkswirtschaften wird sich weiter beschleunigen. Immer mehr Landarbeiter zieht es in die Städte. Einher geht dies mit einer deutlichen Zunahme der Büroarbeit. Zweitens: Die Alterung der Weltbevölkerung schreitet voran. Schon in den kommenden zehn Jahren werden große Bevölkerungsteile in den Industrienationen in den Ruhestand gehen.

Die sinkende Anzahl der Arbeitskräfte beeinflusst den Büromarkt, veränderte Konsumgewohnheiten wirken auf den Einzelhandel und altersgerechte Wohnformen nehmen an Bedeutung zu. Die Alterung wird zunächst vor allem Europa und Japan treffen, während der Effekt in den USA durch die Zuwanderung junger Arbeitskräfte gedämpft wird. Drittens: Der Trend zu Singlehaushalten wird sich besonders in den Industrienationen fortsetzen.

Aus regionaler Sicht sollte eine globale Immobilienstrategie alle drei Hauptregionen Asien/Pazifik, USA und Europa umfassen, um eine optimale Risikostreuung zu erzielen. RREEF, der Immobilienmanager der Deutschen Bank, erwartet in diesen Regionen für die Jahre 2011 bis 2015 eine jährliche Gesamtrendite vor Kosten von rund acht bis zehn Prozent. In den USA erscheinen dabei besonders gewerbliche Objekte interessant. In Europa sollten Investoren die stabilen Märkte Deutschland, Großbritannien und Frankreich bevorzugen und bei entsprechender Risikobereitschaft Chancen in Nordeuropa, Polen und Russland wahrnehmen.

Vorsicht ist dagegen angeraten bei Standorten in Ländern mit überdurchschnittlicher Staatsverschuldung. Hierzu zählen etwa Dublin oder Athen. Erfolgsentscheidend bleibt die Qualität der Objekte: Spitzenobjekte in schwächeren Märkten können in der Regel bessere Ergebnisse erzielen als mittelmäßige Immobilien in Topmärkten.
 
Die Anlageempfehlung spiegelt die Einschätzung des Autors wider. Sie ist keine Empfehlung der Redaktion.

Kommentare (1)

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muellmonster

06.08.2011, 20:33 Uhr

Was soll denn dieser Artikel überhaupt? Jetzt macht die Deutsche Bank hier schon Werbung, oder was? Ich dachte mal das Handelsblatt wäre ein seriöses Blatt. War wohl nix.

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