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24.09.2011

10:14 Uhr

Profi-Anlageempfehlung

Raus aus Staatsanleihen!

VonChris-Oliver Schickentanz

Die Märkte werden sich bald beruhigen, deshalb sollten Anleger den Anteil von Staatsanleihen in ihren Portfolios jetzt reduzieren. Fremdwährungs- und Unternehmensanleihen sind eine lukrative Alternative.

Chris-Oliver Schickentanz, Commerzbank Commerzbank AG

Chris-Oliver Schickentanz, Commerzbank

FrankfurtNach den Wirtschaftsdaten der vergangenen drei Wochen ist ein schnelles Abrutschen der USA in eine erneute Rezession unwahrscheinlicher geworden. So konnte sich der landesweite Einkaufsmanagerindex ISM sowohl für das produzierende Gewerbe als auch für den Dienstleistungsbereich oberhalb der 50-Punkte-Marke etablieren.

Die von uns erwarteten Konjunktur stützenden Faktoren beginnen dabei zu greifen. So hat die US-amerikanische Autoindustrie nach den Unterbrechungen infolge des japanischen Erdbebens ihre Produktion wieder hochgefahren und sorgt nun für positive Nachholeffekte. Auch die Energiewirtschaft liefert wichtige Wachstumsbeiträge.

Hinzu kommen die Konjunkturpläne der Obama-Administration, die durch Steuersenkungen und Infrastruktur-Investitionen im Gesamtvolumen von 447 Milliarden US-Dollar einen nicht unerheblichen Effekt entfalten dürften. Sicher: Angesichts der heiklen politischen Konstellation wird es wohl schwierig werden, sich mit den oppositionellen Republikanern in allen Punkten zu einigen. Dennoch spricht vieles dafür, dass zumindest einige Programmpunkte umgesetzt werden.

Entsprechend bleiben wir mit Blick auf die US-Konjunktur davon überzeugt, dass der Rückfall in eine Rezession vermieden wird. Für 2011 erwarten wir einen BIP-Zuwachs von 1,7 Prozent, für 2012 leicht höhere Plusraten von 2,3 Prozent.

Auch die von vielen Marktteilnehmern befürchtete „Hard Landing“ („harte Landung“) der Schwellenländer ist unwahrscheinlicher geworden. Statt einer abrupten Wachstumsabkühlung spricht hier vieles eher für eine Normalisierung der Zuwächse. So erwarten wir für China beispielsweise auch 2011 ein BIP-Plus von mehr als acht Prozent – und das bei perspektivisch rückläufigen Inflationsraten.

Ganz andere Botschaften senden dagegen die internationalen Märkte für festverzinsliche Wertpapiere. So preist eine Rendite von weniger als 1,7 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen mittlerweile ein sehr pessimistisches Wachstumsbild ein. Auch US-amerikanische Staatsanleihen notieren mit rund zwei Prozent nur knapp über den historischen Renditetiefs. Hier wird deutlich, dass die Märkte derzeit weniger von fundamentalen Datenpunkten bestimmt werden als vielmehr von der Angst vor einer Eskalation der Staatsschuldenkrise. Diese kann aktuell nur durch politische Lösungen verhindert werden, was das aktuell geringe Zutrauen der Märkte erklärt.

Kommentare (6)

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Jupiter

24.09.2011, 10:44 Uhr

Glaubt er das, was er schreibt ?

Hotzenplotz

24.09.2011, 11:43 Uhr

Der ist von der CoBa...
Die glauben immer noch gute Geschäfte gemacht zu haben,
und das obwohl sie bald ein penny-stock sind.
Nunja, wenn man sich die seelenruhigen Aktionäre auf der letzten HV ins Gedächtnis ruft, bis auf wenige Ausraster die's begriffen hatten,
versteht man warum der Saft-Laden untergeht.
Das die den Vorstand nicht gehängt haben,
zeugt von totalem Realitätsverlust.

Aber dennoch, in einem hat er Recht.
Wenn die Märkte Panik schieben,
sollte man im Markt breit zugreifen,
scheiß auf's "fallende Messer",
antizyklisches Handeln tut am Anfang immer weh.
Die Ängste vorm Weltuntergang sind Unsinn,
die Leute werden selbst nach Platzen der ein oder anderen Chinablase noch auf Kredit Autos kaufen.

MfG.

Kronecker

24.09.2011, 12:18 Uhr

"Eine harte Landung ist 'unwahrscheinlicher' geworden." Wer so redet sollte wenigstens sagen, wie viel (in Zahlen) "unwahrscheinlich". Sonst ist es - sorry -Geschwätz. Das ist wie mit "effizient". Ohne konkrete Zahlenangabe eine sinnlose Angabe.

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