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15.10.2011

09:19 Uhr

Profi-Anlageempfehlung

Rendite vom Feld

VonMarkus Taubert

Von der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln können Anleger profitieren. Risikobewussten Investoren mit langem Atem bieten sich derzeit verschiedene Einstiegschancen.

Lebensmittel sind immer gefragt. Da lohnen sich Investments. dapd

Lebensmittel sind immer gefragt. Da lohnen sich Investments.

HamburgDie weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln sollte auch während des jetzt erwarteten wirtschaftlichen Abschwungs in Europa nicht abnehmen. Für den seit Jahren zunehmenden Bedarf an Nahrungsmitteln und damit auch der steigenden Nachfrage nach Agrarprodukten sind mehrere globale Trends verantwortlich: das Wachstum der Weltbevölkerung, die Zunahme der Futtermittelproduktion und der steigende Bedarf an Bioenergie. Zusätzlich führt die fortschreitende Klimaveränderung mit daraus folgenden Dürren und Überschwemmungen zu einer Verknappung der Anbauflächen.

Heute leben circa 6,8 Milliarden Menschen auf unserer Erde, schon 2025 werden es rund acht Milliarden sein. Grundnahrungsmittel wie Reis und Weizen, aber auch Fleisch und Milch werden aufgrund des rasanten Anstiegs der Weltbevölkerung immer stärker nachgefragt. Der wachsende Wohlstand zahlreicher Bevölkerungsgruppen insbesondere in den aufstrebenden Volkswirtschaften führt zu veränderten Konsumgewohnheiten: Höherwertige Lebensmittel sind gefragt. Ihre Produktion verursacht aber einen zusätzlichen Bedarf an Agrarprodukten, da zum Beispiel ein Vielfaches an Futtermittel zur Produktion von einem Kilogramm Fleisch benötigt wird.

Markus Taubert ist Leiter Private Banking der Berenberg Bank. PR

Markus Taubert ist Leiter Private Banking der Berenberg Bank.

Wegen der begrenzten Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas werden darüber hinaus zunehmend Agrarrohstoffe auch als alternative Energieträger benötigt. Heute werden bereits 40 Prozent der US-Maisernte zu Autokraftstoff (Ethanol) verarbeitet.

Wir sehen derzeit eine günstige Einstiegsgelegenheit für risikobewusste und langfristig denkende Investoren, die von diesem Trend profitieren möchten. In diesem Segment bieten sich Aktien von Düngemittelfirmen oder Landmaschinenherstellern wie zum Beispiel K+S, Yara oder John Deere als attraktive Alternativen an.

Die Landwirtschaftsbetriebe werden mehr Saatgut, Dünger und Maschinen benötigen, um den global steigenden Nahrungsmittelbedarf decken zu können. Die hier genannten Unternehmen bieten etablierte und hochqualitative Produkte an, um die benötigten Produktivitätssteigerungen zu erreichen. Fondsgesellschaften bieten zudem spezielle Agraraktienfonds an, wie zum Beispiel den Allianz RCM Global Agricultural Trends oder den DWS Invest Global Agribusiness. Investoren sollten sich allerdings der Tatsache bewusst sein, dass Aktien und Fonds aus dem Agrarbereich nicht nur vom allgemeine Marktrisiko, sondern auch von anderen Faktoren wie dem Wetter sowie den Öl- und Gaspreisen beeinflusst werden.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

14.10.2011, 22:23 Uhr

"Für den seit Jahren zunehmenden Bedarf an Nahrungsmitteln und damit auch der steigenden Nachfrage nach Agrarprodukten sind mehrere globale Trends verantwortlich: das Wachstum der Weltbevölkerung, die Zunahme der Futtermittelproduktion und der steigende Bedarf an Bioenergie. Zusätzlich führt die fortschreitende Klimaveränderung mit daraus folgenden Dürren und Überschwemmungen zu einer Verknappung der Anbauflächen."

Was um Himmels Willen bewegt die HB-Redaktion dazu, den Lebensmittelspekulanten von der Berenberg Bank solch exponierte Plattform zu bieten?
Sollte Ihnen tatsächlich verborgen geblieben sein, dass derartiges Nichtmehr-wissen-wohin-mit-seinem-Geld die Lebensmittelpreise in die Höhe treibt, was Millionen in Hunger, Revolte und Migration treibt?
Dass die Berenberg Bank damit kein Problem hat, ist bedenklich, aber auch nicht anders zu erwarten. Vom Handelsblatt erwarte ich da aber etwas mehr Verantwortungsbewusstsein.

Weiterführend ist dazu die Stellungnahme Dirk Müllers vor dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz:

http://www.youtube.com/watch?v=MeWelyY33DY

Wessi

14.10.2011, 22:48 Uhr

ich kann aurorix nur absolut beipflichten !!

mike22

15.10.2011, 00:28 Uhr

Im Artikel empfehlen die Investitionen in Düngemittel- und Landmaschinenhersteller - das ist doch angesichts der Knappheit völlig in Ordnung, ja sogar zweckdienlich! Wo keine Mittel in den Ausbau der Produktion fließen schießen die Preise in die Höhe! Also, erstmal ganau hinschauen, bevor man die Klappe wieder groß aufreißt!

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