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04.12.2011

14:50 Uhr

Profi-Anlageempfehlung

Sachwerte bieten Sicherheit

VonMarkus Taubert

Markus Taubert, Leiter Private Banking der Berenberg Bank, zeichnet Szenarien der Euro-Schuldenkrise. Für alle Wahrscheinlichkeiten sollte der Anleger gerüstet sein. Der Experte gibt Ratschläge für schwierige Zeiten.

Markus Taubert ist Leiter Private Banking der Berenberg Bank. Pressefoto

Markus Taubert ist Leiter Private Banking der Berenberg Bank.

Die Länder der Euro-Zone bleiben auch nach der Vergrößerung des Euro-Rettungsschirms EFSF angesichts der anhaltenden Schuldenkrise weiter unter Druck. Die Krise konnte nicht auf Griechenland begrenzt werden, sondern hat sich auf mehrere Länder ausgebreitet und deren Finanzierungskosten an den Kapitalmärkten deutlich ansteigen lassen. Daran konnten auch bislang die Staatsanleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) nichts ändern.

Zusätzlich reagiert die Politik gespalten: Während von der EU-Kommission die Einführung von Euro-Bonds erneut diskutiert wird, enttabuisiert die Bundesregierung inzwischen sogar ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone. Aber wie geht es weiter?

Das erste, weniger wahrscheinliche Szenario geht von einer Fortsetzung der Krise mit weiteren Staatsbankrotten, aber ohne Austritte aus der Euro-Zone aus. Das Vertrauen der Märkte in die Sanierungsfähigkeit der Schuldenländer würde in diesem Fall nicht zurückkehren, Griechenland wäre nur ein Präzedenzfall in einer Reihe von Staatspleiten. Dieses Szenario würde eintreten, wenn die Zweifel der Märkte bestehen blieben und die EZB nicht eingriffe, weil das Volumen des Rettungsschirms EFSF zu klein und auch günstige Konditionen für Euro-Bonds nur begrenzt umsetzbar wären.

Eine Rezession in Europa wäre die Folge. Man müsste von weiteren Verlusten an den Aktienmärkten ausgehen, eine Bankenkrise wäre wahrscheinlich. An den Rentenmärkten würden sich die Verluste bei den Krisenländern ausweiten, während die „Safe-Haven-Länder“ vorerst profitierten. Die europäische Gemeinschaftswährung käme erheblich unter Druck.

Kommentare (12)

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azaziel

04.12.2011, 16:22 Uhr

Nein, hier irrt Herr Taubert. Es ist ueberhaupt nicht zwingend, dass staatsbankrotte Laender aus dem Euro austreten muessen. Ihre Mitgliedsrechte wuerden ohne Zweifel ruhen muessen, ihren Pflichten muessten sie gemaess ihrer verbliebenen Leistungsfaehigkeit versuchen nachzukommen. Nichts aber zwingt diese Laender, den Euro als Zahlungsmittel aufzugeben. So wie Zimbabwe den US$ als Zahlungsmittel verwendet, koennen auch die in Not geratenen Eurolaender fortfahren ihre Loehne in Euro zu zahlen und ihre Exporte in Euro zu fakturieren. Das ist alles mit ungeheurer Haerte verbunden. Die noch leistungsfaehigen Laender sollten die Betroffenen bei diesem Prozess unterstuetzen.

kleinfeld

04.12.2011, 17:54 Uhr

Staatsbankrott ist gut! Besser als diese Schulden in Euro-Bonds zu vergesellschaften und damit die Steuerzahler noch mehr zu versklaven!
Der EURO ist eindeutig gescheitert.

anlagenverbrater

04.12.2011, 18:31 Uhr

labern lassen ...

wenns probleme mit dem euro gibt,gibts firmenpleiten und zwar nicht zu knapp und natürlich einen konjunkturabsturtz verbunden mit einem preisverfall querbeet über alle anlageformen.

da is so ein sachwertefond die gleiche illiquide anlageleiche ,wie viele immobilienfonds ,die jetzt schon ihre anleger teilruinieren und nicht mehr auszahlen können.

die eingeschränkte private lebensführung,ohne größere neuanschaffungen verbunden mit autarkiebemühungen in richtung selbstversorgung dürfte der königsweg sein.

die wachstumskrise,die sich seit jahren abzeichnet übrigens dürfte mit und ohne euro,dollar,pfund,yen und
renmimbi nicht in griff zu bekommen sein.

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