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26.12.2011

17:59 Uhr

Profi-Empfehlung

Die Qual der Aktien-Wahl

VonBurkhard Allgeier

Eine erfolgreiche Investmentstrategie sollte auf die Werthaltigkeit von Aktien abzielen. Welche Kriterien Anleger bei der Aktien-Wahl beachten müssen - eine Anlageempfehlung von Burkhard Allgeier, Leiter des Portfoliomanagements bei Hauck & Aufhäuser.

Burkhard Allgeier, Leiter Portfoliomanagement bei Hauck & Aufhäuser. Pressefoto

Burkhard Allgeier, Leiter Portfoliomanagement bei Hauck & Aufhäuser.

DüsseldorfLänderstrategien verlieren bei der Aktienauswahl angesichts einer zunehmend globalisierten Welt immer mehr an Bedeutung. Auch Branchenansätze scheinen überkommen. Oft handelt man sich in beiden Fällen Risiken ein, die man als Aktieninvestor nicht zwingend haben will. Das können kaum greifbare polit-ökonomische oder auch regulatorisch-rechtliche Risiken sein. Die Schuldenkrise oder der deutsche Atomausstieg sind nur zwei jüngere Beispiele.

Erfolgversprechender erscheint uns eine Investmentstrategie, die auf die Werthaltigkeit von Aktien abzielt. Ein überschaubares Set an Kennzahlen lässt sich zu vier wichtigen Kriterien verdichten. In einem Filterverfahren bestimmen sie das Ranking und damit die Auswahl der Aktien innerhalb eines globalen Aktienportfolios.

Kriterium Nummer eins bezieht sich auf die Dividendenrendite, die vergleichsweise hoch sein sollte. Ausschlaggebend ist aber auch, dass die Ausschüttungen kontinuierlich gezahlt werden.

Das zweite Kriterium zielt auf die Bilanzqualität eines Unternehmens. Sie lässt sich einfach anhand der Eigenkapitalquote und des Verschuldungsgrads bewerten.

Drittens: Der regionale Fokus wirkt sich positiv auf den Anlageerfolg aus, wenn er „richtig“ vorgenommen wird. Heute ist es weniger entscheidend, aus welchem Land ein Unternehmen stammt. Wichtig ist vielmehr, wo eine Firma Umsatz und Gewinn macht. Aufgrund der nachhaltig hohen Wachstumsraten in vielen Schwellenländern kommt der Region eine Schlüsselrolle zu.

Natürlich sollte, viertens, besonders der Gewinnentwicklung Beachtung geschenkt werden. Denn schließlich ist ein Aktienkurs der diskontierte künftige Gewinn. Wendet man diesen Vier-Kriterien-Filter auf internationale Aktienmärkte an, erhält man eine durchaus namhafte Liste.

Beispiel Intel. Das Unternehmen ist nicht nur der weltweit führende Hersteller von Halbleitern, sondern erwirtschaftet auch 57 Prozent seines Umsatzes in Asien (exklusive Japan). Seit 20 Jahren zeichnet sich die Gesellschaft durch stetig steigende Dividendenzahlungen aus. Die Dividendenrendite lag zuletzt bei mehr als drei Prozent. Zudem verfügt Intel über einen hohen Barmittelbestand und hat nur geringe Verbindlichkeiten.

Ähnlich gute Ergebnisse liefert BHP Billiton. Auch der größte Bergbaukonzern der Welt macht mehr als die Hälfte seines Geschäfts auf den asiatischen Märkten. Und wie Intel erhöhte BHP in den vergangenen Jahren immer wieder die Ausschüttungen an die Anleger. Die Dividendenrendite liegt hier bei knapp drei Prozent und ist durch hohe Barmittelzuflüsse gut abgesichert.

Burkhard Allgeier leitet das Portfoliomanagement bei Hauck & Aufhäuser. Der Text gibt die Meinung des Autoren wieder.

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Kommentare (1)

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Kronecker

26.12.2011, 19:04 Uhr

Allein der deutsche Aktienmarkt besteht aus 10Hoch90 Bits an Information. Vier Kriterien machen vier Bits. Die ganze Kenntnis der genannten Anlagestrategie ist also ungefähr 0% der gesamten Aktienwirklichkeit. Keine sehr sichere Basis für eine Erfolg beanspruchende Anlagestrategie.

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