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02.10.2014

11:51 Uhr

Protest am Rande der EZB-Sitzung

„Wir bezahlen für die Krise“

Die EZB tagt heute ausnahmsweise nicht in Frankfurt, sondern in Neapel. Dort gehen Tausende Menschen auf die Straße. Sie demonstrieren gegen die Krisenpolitik in Europa und die Geldpolitik der Zentralbank.

In Neapel gehen Tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Geldpolitik der EZB zu protestieren. dpa

In Neapel gehen Tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Geldpolitik der EZB zu protestieren.

NeapelEinige tausend Menschen haben am Donnerstag am Rande der EZB-Ratssitzung in Neapel protestiert. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, riefen die Teilnehmer Parolen wie: „Wir sind es, die für die Krise bezahlen.“

Die Organisatoren wenden sich gegen die Folgen der Anti-Krisenpolitik in Europa und die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Unter den Demonstranten sind vor allem Studenten, Schüler und Arbeitslose. Sie kritisieren unter anderem, dass junge Leute in baufälligen Gebäuden studieren müssten oder schwarz zu arbeiten, um ihr Studium fortsetzen zu können.

Die Behörden in Neapel hatten für das auswärtige Treffen der Notenbanker im Museo di Capodimonte zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Am Nachmittag (14.30) wollte EZB-Präsident Mario Draghi die Entscheidungen erläutern.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Bernd Mayer

02.10.2014, 12:12 Uhr

Es wird immer deutlicher, dass der EURO fuer Europa so keinen Wert. Wie lange wollen denn eigentlich die verantwortlichen Politiker in Europa dieses Drama noch treiben.
Die gezielte Euro-Einführung – ist das Vermögens-Enteignungs-Projekt:

1. durch die Vergemeinschaftung der Währung und die Vergemeinschaftung der Schulden. Unter Bruch des Rechts und der abgeschlossenen Verträge.
2. Die niedrigen Zinsen haben wie beabsichtigt die Südländer in die Falle gelockt, sich zu verschulden, so daß sie selbst in einer ausweglosen Schuldenfalle sitzen.
3. Die demokratischen Statthalter in den Nordländern wurden in die „alternativlose“ Rettungsfalle getrieben, um mit Steuermitteln, Bürgschaften und Sparerenteignungen die Banken zu befriedigen.
4. Das „Monopoly“-Spiel wird erst dann aus sein, wenn alle Vermögenswerte, mit denen die Staats- und Firmenwerte auch und gerade der Nordstaaten besichert sind, den Banken verfallen … http://www.gehirnwaesche.info

Account gelöscht!

02.10.2014, 13:37 Uhr

EUR-Zone - Game Over

Die EZB hat mit dieser Ansage implizit das Scheitern der EUR-Zone in seiner jetzigen Form eingestanden. Das sind nichts anderes als Verzweiflungstaten ohne wissenschaftliche Grundlage. Ein Aufkauf von griechischen und anderen südeuropäischen Ramschanleihen wird aber nichts am eigentlichen Problem ändern ... der fehlenden Wettbewerbsfähigkeit und fehlenden innovativen Produkten im EUR-Süden. Denn egal wie schwach man den EUR auch macht, im relativen Vergleich zu Deutschland und anderen EUR-Nordstaaten bleibt der Kostennachteil der Südländer immer unverändert! Die starke Inhomogenität der Zone ist ihr Killer. Nur wirkliche Strukturreformen hin zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und innovativen Produkten könnten daran etwas ändern. Und offensichtlich wollen oder können die EUR-Südstaaten dieses nicht bewerkstelligen. 15 Jahre nach Einführung des EUR kann und muss man dieses Urteil (leider) fällen.

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