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25.08.2011

18:22 Uhr

Gerichtsurteile

Wann Mieter Anspruch auf Mietminderung haben

VonDirk Wohleb, Dörte Jochims

Spinnen in der Wohnung, Spielplatzlärm, falsche Quadratmeterzahl: Wann ist eine Mietminderung angemessen und wann nicht? Eine Auswahl von richtungsweisenden Gerichtsurteilen.

Streitigkeiten um die Miethöhe landen nicht selten vor Gericht. dpa

Streitigkeiten um die Miethöhe landen nicht selten vor Gericht.

Über Gründe, die zu einer Mietminderung berechtigen sowie die angemessene Höhe gibt es immer wieder Streit und Gerichtsklagen. Grundsätzlich gilt: Wenn die Gebrauchstauglichkeit der Wohnung nur unwesentlich eingeschränkt ist, scheidet eine Mietminderung aus.

Einige Beispiele:

  1. Spinnen in der Wohnung: Wer eine Parterrewohnung mit Garten bewohnt, muss mit dem Getier leben oder es selbst beseitigen. Eine Kölnerin sah das anders und kürzte die Miete. Vor Gericht unterlag sie: Ein "erheblicher Mangel der Mietsache" liege nicht vor, urteilte das Amtsgericht Köln (Az.: 215 C 355/92).
  2. Falsche Wohnungsgröße: Selbst wenn eine Größenangabe im Mietvertrag fehlt, kann der Mieter die Miete nicht einfach mindern, weil die Wohnung angeblich zu klein ist. Erst wenn die im Mietvertrag angegebene Quadratmeterzahl mehr als zehn Prozent höher ist, als die tatsächliche Größe der Wohnung, ist dies gestattet (Amtsgericht Hagen, Az.: 9 C 500/07).

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