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14.05.2012

14:48 Uhr

Karriere

Wenn die Beförderung zur Kündigungsfalle wird

VonJens Hagen

Nicht immer bringt eine Beförderung auf Dauer das, was sie verspricht: mehr Verantwortung und mehr Geld. Schnell kann aus dem vermeintlichen Aufstieg eine Kündigungs- und Haftungsfalle werden.

Nicht jeder Aufstieg bringt eine Führungskraft weiter. So erhielt ein leitender Angestellte aus Süddeutschland plötzlich das Angebot Geschäftsführer zu werden. Dem Arbeitgeber lag aber weniger an den Macherqualitäten der Führungskraft, sondern eher an der Sparkraft einer verschachtelten Unternehmensstruktur.

Aus einem zusammenhängenden Unternehmen wurden viele kleine GmbHs, in denen schlechtere Kündigungsschutzbedingungen gelten. „Anfangs hatte ich als Geschäftsführerin vier Mitarbeiterinnen, jetzt ist es nur noch einer“, sagt der Leitende. „Ich bekomme keinen Cent mehr, muss mehr arbeiten, habe weniger Verantwortung und muss für meine Gesellschaft im Zweifel auch noch haften“, so das bittere Resümee.

Menschenfalle: Eine Beförderung ist verlockend. ap

Menschenfalle: Eine Beförderung ist verlockend.

Nicht nur bei Sparvarianten müssen Führungskräfte die Risiken bei einem Aufstieg zum Geschäftsführer kennen. Gerade in Konzernen mit mehreren Gesellschaften kommt es häufig vor, dass gute Mitarbeiter die Geschäftsführung einer Tochtergesellschaft übernehmen können. Viele Arbeitnehmer verbinden damit Prestige und ergreifen gern die Chance, ein Unternehmen zu lenken und als Geschäftsführer den Ton anzugeben.

„In der Realität kann sich dieser „Ritterschlag“ der Beförderung schnell in eine Kündigungs- und Haftungsfalle wandeln“, sagt Christoph Abeln, Inhaber der gleichnamigen Berliner und Frankfurter Kanzlei mit Spezialgebiet Arbeitsrecht.

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