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14.05.2012

14:40 Uhr

Plan B für die Karriere

Wie Sie sich für einen Karriere-Knick wappnen

VonJens Hagen

Personalabbau, Umstrukturierungen, Strategiewechsel – auf einmal gerät die Karriere ins Stocken. Daher ist es ratsam, auch für Führungskräfte, einen Plan B zu haben. Wichtig: Bleiben Sie attraktiv für andere Arbeitgeber!

Gerade in schwierigen Zeiten ist es auch für Führungskräfte ratsam, einen Plan B in der Tasche zu haben. Selbst wenn kein konkreter Personalabbau angedacht ist, können Umstrukturierungen, Strategiewechsel oder aber ein neuer Chef die eigenen Karriereträume ganz schnell platzen lassen. Deshalb ist es wichtig, für den Notfall gerüstet zu sein.

Das wichtigste Gebot lautet daher: Bleiben Sie attraktiv für andere Arbeitgeber! Wie werden ihre persönlichen Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt eingeschätzt? Wo liegen ihre Stärken, vor allem aber: Was sind ihre Schwachstellen?

Karriere-Beraterin Svenja Hofert rät zum regelmäßigen persönlichen Markttest: „Wer sich von Zeit zu Zeit bei anderen Unternehmen bewirbt, bekommt das nötige Feedback. Wer immer nur Absagen kassiert, sollte dringend an sich arbeiten.“ Natürlich enthält kaum eine Absage eine konkrete Begründung, doch wer stets liest „Leider stimmen Ihre Fähigkeiten nicht mit unserem Anforderungsprofil überein …“ sollte überlegen, was genau er verbessern kann.

Im besten Fall stößt die Bewerbung auf reges Interesse und es folgt ein konkretes Vertragsangebot. Und selbst wer am Ende doch beim alten Arbeitgeber bleibt, „gewinnt neues Selbstbewusstsein, wichtige Kontakte und vielleicht sogar – wenn er gepokert hat – ein besseres Gehalt“, sagt Hofert.

Plan B für die Karriere: Halten Sie die Augen offen nach Alternativen. dpa/picture alliance

Plan B für die Karriere: Halten Sie die Augen offen nach Alternativen.

Gerade Mitarbeiter, die seit vielen Jahren für ihr Unternehmen tätig sind und es sich in den gewohnten Strukturen gemütlich eingerichtet haben, unterlassen es aber, sich regelmäßig einer Analyse zu stellen. Umso größer ist dann der Schock, wenn der Job gekündigt wird. Neben das Gefühl, für den langjährigen Arbeitgeber nicht mehr gut genug zu sein, tritt die bange Frage, welche Qualitäten man bei der Stellensuche geltend machen kann. Hinzu kommt die Furcht, ob man gut genug für den harten Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt ist.

Wer seine Kontakte pflegt, behält die Oberhand

Doch soweit muss es erst gar nicht kommen. Wer die Konkurrenz aufmerksam im Blick behält, Fachliteratur studiert, wichtige Kontakte pflegt und Branchenmessen besucht, sprich: sich intensiv darüber informiert, welche Fähigkeiten und Kenntnisse gefragt sind, und vor Weiterbildung nicht scheut, hat die Situation weitgehend selbst im Griff.

Wem also Verhandlungen mit Vertragspartnern in Asien oder Nordamerika wegen der Sprachblockade schwerfallen, sollte unbedingt sein Business English verfeinern. Heiner Thorborg, einer der renommiertesten Headhunter in Deutschland, bringt es auf den Punkt: „Sie müssen international absolut überzeugend sein. Fließendes Englisch ist deshalb ein Muss. Das ist die einzige echte Weltsprache.“ Und wer als Manager in der IT-Branche tätig ist und für neue Arbeitgeber attraktiv sein möchte, kommt ohne ausreichende SAP-Kenntnisse heutzutage kaum noch aus.

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