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14.05.2012

14:41 Uhr

Vitamin B

Wie Sie gute Kontakte pflegen

VonJens Hagen

Wer sich nach Job-Alternativen umschaut, darf eines nicht vernachlässigen: Kontakte. Gute Beziehungen sind im gehobenen Management unverzichtbar – und können Türen öffnen.

Wer seinen Plan B schmiedet, darf vor allem die Kontaktpflege nicht vernachlässigen. Gerade im gehobenen Management spielen persönliche Beziehungen eine große Rolle. Aber auch die Mitarbeiter in den unteren Etagen stärken natürlich ihre Attraktivität, wenn ihr Name in anderen Unternehmen bekannt ist. Wer seine Kontaktpflege ernst nimmt, hat die nötigen Ansprechpartner parat, falls es in der eigenen Firma eng wird. Wer an Kongressen und sonstigen Branchentreffs teilnimmt – warum nicht als Vortragsredner? – sollte Visitenkarten im Dutzend einstecken. Solche Veranstaltungen ähneln meist einer Recruiting-Messe. Wer dort mit den richtigen Leuten ins Gespräch kommt, kann seine Karriere in neue Bahnen lenken.

Ein sorgfältig gepflegtes Profil in sozialen Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn sollte Standard sein. Wer sich in den Diskussionsforen engagiert beteiligt, wird sich über mangelnde Kontaktanfragen kaum beschweren können. Dabei geht es nicht primär um konkrete Jobangebote, sondern darum, sich nach außen zu präsentieren. Zudem sind soziale Netzwerke wie ein großer Marktplatz: Nirgendwo werden neue Berufstrends schneller sichtbar.

Xing-Website: Ein gut gepflegtes Profil bei den einschlägigen Business-Netzwerken ist Pflicht. dpa

Xing-Website: Ein gut gepflegtes Profil bei den einschlägigen Business-Netzwerken ist Pflicht.

Wer den Passus „suche Herausforderungen“ in sein Online-Profil einträgt, signalisiert Bereitschaft zum Jobwechsel. Selbst wenn ihr Vorgesetzter zu den misstrauischen Zeitgenossen zählt, für den die berufliche Neuorientierung des Mitarbeiters mit persönlichem Verrat einhergeht, ist daran kaum etwas auszusetzen. Denn wer sucht denn nicht neue Herausforderungen im Joballtag? Konkrete Wechselabsichten sollten allerdings nur informell, im kleinen Kreis gestreut werden („Ich könnte mir grundsätzlich vorstellen, dass …“).

Svenja Hofert rät: „Machen Sie Listen mit Kontakten und vereinbaren gezielte vertrauliche Gespräche – wenn Sie zum Kunden wechseln wollen, auch gern mit den dortigen Vertrauten. Klar müssen Sie diplomatisch vorgehen, aber: Ein Job ist ein Job, Sie können und dürfen ihn wechseln, wann immer Sie wollen.“

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