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14.05.2012

14:42 Uhr

Warnhinweise

Woran Sie den Karriere-Knick erkennen

VonJens Hagen

Selten kommt der Karriere-Rückschlag überraschend. Meist gibt es Hinweise, die einen stutzig machen sollten. Worauf Sie als Arbeitnehmer achten müssen.

Im Vorteil ist, wer für alle Fälle gerüstet ist. Egal, ob nur die Karriere-Sackgasse oder gar die Kündigung droht. Wirklich überraschend geschieht dies selten. Meist gibt es Warnhinweise, bei denen im Hinterkopf die Alarmglocken aufheulen sollten. Abmahnungen sind natürlich kaum zu übersehen. Um die regelmäßige und scharfe Kritik des Vorgesetzten – etwa in den Feedback-Gesprächen - als negatives Vorzeichen zu werten, braucht es ebenfalls nicht viel Scharfsinn.

Subtiler verhält es sich beim Wechsel an der Führungsspitze. Fast immer betrifft eine solche personelle Veränderung auch die Manager der zweiten, mitunter dritten Führungsebene. „Viele Mitarbeiter machen sich da leider unberechtigte Hoffnungen. Es heißt nicht umsonst: Neue Besen kehren gut. Neue Geschäftsführer und Vorstände arbeiten auf Dauer sicher nicht mit den einstigen Gefolgsleuten ihres Vorgängers zusammen“, erläutert Karriere-Coach Hofert. Eventuell lässt sich das Unternehmen noch ein Jahr Zeit, um das Fachwissen abgreifen zu können. Dann jedoch folgt oft die Trennung.

Achtung! Die Kündigung kommt selten ohne Vorwarnung. ZB

Achtung! Die Kündigung kommt selten ohne Vorwarnung.

Analysieren sollten Führungskräfte auch stets, ob ihr Qualifikationsprofil zur Entwicklung des Unternehmens passt. Wenn sich abzeichnet, dass bestimmte Geschäftsbereiche in der Firmenstrategie keine wichtige Rolle mehr spielen, können sich Mitarbeiter dieser Abteilungen schon auf Einschnitte gefasst machen.

Ein Jobwechsel ist auch ratsam, wenn die Aufstiegschancen verbaut sind. Tiemo Kracht, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Kienbaum, sagt: „Wenn die nächste Führungsebene, für die man sich vorbereitet haben, mit einem Kandidaten besetzt wird, der jünger, im gleichen Alter oder geringfügig älter ist, kann der nächste Karriereschritt auf Jahre versperrt sein.“

Gleiches gilt, wenn das persönliche Verhältnis zum Vorgesetzten belastet ist. Wer nur wenige, oder gar keinen, Fürsprecher hat, wird kaum den nächsten Karriereschritt machen können – und sollte sich nach einer externen Alternative umschauen.

Dann wird es Zeit für Plan B.

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