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07.04.2016

19:29 Uhr

500-Euro-Scheine

Abschaffung soll 500 Millionen Euro kosten

600 Millionen 500-Euro-Noten kursieren in der EU – würden sie abgeschafft, könnte das mehr als 500 Millionen Euro kosten, schätzt die Europäische Zentralbank. Dabei rechnet die EZB noch mit dem günstigsten Fall.

Vor allem Kriminelle schätzen die Möglichkeit, mit dem 500-Euro-Schein große Geldmengen leicht zu transportieren. Doch eine Abschaffung könnte teuer werden. AFP; Files; Francois Guillot

Banknote der Kriminellen

Vor allem Kriminelle schätzen die Möglichkeit, mit dem 500-Euro-Schein große Geldmengen leicht zu transportieren. Doch eine Abschaffung könnte teuer werden.

FrankfurtDie von der EZB-Spitze geplante Abschaffung des 500-Euro-Scheins wird nach Zeitungsinformationen selbst im günstigsten Fall mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten. Das zeigten Schätzungen der nationalen Notenbanken und der Europäischen Zentralbank (EZB), berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagausgabe) vorab. Die bisher kursierenden 600 Millionen 500-Euro-Noten müssten durch kleinere Scheine ersetzt werden. Dadurch entstünden allein Druckkosten von mehr als 500 Millionen Euro. Darüber hinaus müsse voraussichtlich eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe für die Logistik des Umtausches aufgebracht werden.

Ein EZB-Sprecher sagte, die potenziellen Kosten könnten erst abgeschätzt werden, wenn über alle Details entschieden sei. Dies sei aber noch nicht erfolgt.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte vor einigen Wochen gesagt, es gebe technische Vorbereitungen für eine Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Die Banknote gehört weltweit zu den Scheinen mit dem höchsten Wert. In den USA reicht die Skala nur bis 100 Dollar. Die Bundesbank und die österreichische Zentralbank hatten sich kritisch zu den Plänen geäußert.

Von

rtr

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