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17.08.2011

17:08 Uhr

Arbeitsrecht

Warum es an manchen Feiertagen nicht mehr Geld gibt

Wer an Ostern, Pfingsten oder Allerheiligen arbeitet, kann nicht überall auf Feiertagszuschläge hoffen. Ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichtes stellt fest: Nur an gesetzlichen Feiertagen gibt es Aufschläge.

Schokoladenhasen: Wer an Ostern arbeitet, wird dafür nicht überall entlohnt. Quelle: dpa

Schokoladenhasen: Wer an Ostern arbeitet, wird dafür nicht überall entlohnt.

Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen müssen Ostern und Pfingsten auf einen tariflichen Feiertagszuschuss verzichten. Ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts stellt jetzt klar: Sieht ein Tarifvertrag Zuschläge für Feiertagsarbeit vor, so wird dieser Zuschlagregelmäßig nur für die Arbeit an gesetzlichen Feiertagen ausgelöst.

Die gesetzlichen Feiertage variieren je nach Bundesland. Und in Niedersachsen und Sachsen Anhaltgehören der Pfingst- und Ostersonntag eben nicht dazu (BAG 10 AZR 347/10).

Die Klage eines Monteurs aus Sachsen-Anhalt im Schichtdienst wies das Bundesarbeitsgericht zurück. Laut Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe erhalten Arbeitnehmer für Feiertagsarbeit einen Zuschlag je Stunde von 135 Prozent. Nach dem Urteil muss sich der Arbeitnehmer jetzt mit dem tariflichen Sonntagszuschlag in Höhe von 25 Prozent begnügen.

„Das Urteil ist auf alle Tarifverträge im Bundesgebiet übertragbar, die eine entsprechende Feiertagsregelung beinhalten“, sagt eine Sprecherin des Bundesarbeitsgerichtes. Damit ist jetzt auch fix, dass beispielsweise Mitarbeiter eines einzigen Unternehmens in Hessen zu Allerheiligen keinen Zuschlag bekommen, in vorwiegend katholisch geprägten Gebieten wie in Nordrhein-Westfalen aber schon.  

Von

jha

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