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26.03.2012

15:00 Uhr

Auf Soße ausgerutscht

Sturz in der Werkskantine ist kein Arbeitsunfall

Wenn ein Arbeitnehmer in der Werkskantine auf Salatsoße ausrutscht, ist das kein Arbeitsunfall. Das hat das Sozialgericht Heilbronn am Montag entschieden. Essen ist demnach Privatsache.

Wer in der Kantine auf Soße ausrutscht, ist nicht über den Arbeitgeber versichert. dpa

Wer in der Kantine auf Soße ausrutscht, ist nicht über den Arbeitgeber versichert.

HeilbronnDas Ausrutschen eines Mitarbeiters in der Werkskantine auf Salatsoße gilt nicht als Arbeitsunfall. Das hat das Sozialgericht Heilbronn am Montag entschieden. Danach ist das Essen Privatsache und somit nicht über den Arbeitgeber versichert. (AZ: S fünf U 1444/11).

Die Richter wiesen damit die Klage eines 50-Jährigen zurück, der im Mai 2010 in der Kantine des Daimler-Werks Sindelfingen auf dem verschmutzten Fußboden ausgerutscht war und sich dabei den Arm gebrochen hatte. Die Berufsgenossenschaft hatte den Sturz nicht als Arbeitsunfall anerkannt, dagegen hatte der 50-Jährige geklagt.

Von

dpa

Kommentare (2)

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schrumpel

26.03.2012, 15:22 Uhr

aha, alles klar - auf dem nachhauseweg beim pinkeln den fuß brechen ist ein arbeitsunfall, in der werkskantine beim mittagessen den arm brechen ist kein arbeitsunfall

das wieder bis zum bundessozialgericht, die richter sorgen dafür, daß ihre kollegen am bsg immer zu tun haben

Account gelöscht!

21.06.2012, 15:02 Uhr

Das Urteil steht im Gegensatz zu ähnlichen Klagen, bei denen es um Sturzunfälle von Kunden ging. Sind die eigenen Arbeitnehmen den Gerichten und Unternehmen weniger wert als die Kunden?
Hier Urteile zu ähnlichen Fällen mit anderem Ausgang: http://www.grip-antislip.com/referenzen/rutsch-urteile-stuerze.html

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