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13.02.2013

13:57 Uhr

BFH-Urteil

Garage am Zweitwohnsitz kann abgesetzt werden

Mietkosten für eine Garage können auch bei doppelter Haushaltsführung von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. Der BFH hat damit die Absetzbarkeit erweitert. Allerdings muss der Steuerzahler den Bedarf beweisen.

Der BFH hat nun die Absetzbarkeit erhöht. Die Garage am Zweitwohnsitz kann auch geltend gemacht werden. dpa

Der BFH hat nun die Absetzbarkeit erhöht. Die Garage am Zweitwohnsitz kann auch geltend gemacht werden.

MünchenAuswärts Beschäftigte mit einem Zweitwohnsitz am Arbeitsort können dort anfallende Mietkosten für eine Garage oder einen Auto-Stellplatz ebenfalls bei der Einkommensteuer geltend machen. Auch diese Kosten sind im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten grundsätzlich zu berücksichtigen, wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Urteil entschied.

Voraussetzung: Der Steuerzahler muss nachweisen, dass die Anmietung etwa zum Schutz des Autos oder wegen einer „angespannten Parkplatzsituation“ notwendig ist. (Az: VI R 50/11 )

Tipps zur Steuererklärung

Abgabefrist

Wer seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2015 selbst anfertigt, muss sie bis zum 31. Mai 2016 abgegeben. Wer mehr Zeit braucht, kann beim Finanzamt einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Erledigt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein die Steuererklärung, endet die Frist erst am 31. Dezember 2016.

Nachfragen vermeiden

Damit das Finanzamt die Steuererklärung schnell bearbeiten kann und keine Nachfragen stellen muss, sollten Steuerzahler zu allen Rückforderungen Belege mitschicken. Um die Werbungskosten zu begründen, kann es hilfreich sein, den ausgeübten Beruf möglichst genau anzugeben.

Anleitung zur Steuererklärung

Wer seine Steuererklärung selbst erledigt, sollte auf jeden Fall die Anleitung (von dort aus auf Steuerformular > Einkommensteuer > Einkommensteuer 2014 klicken) lesen, die das Bundesfinanzministerium in seinem Formularkatalog veröffentlicht. Das Finanzamt setzt voraus, dass der Steuerzahler sich diese Anleitung genau durchgelesen hat.

Steuererklärung kopieren

Um den Steuerbescheid später kontrollieren zu können, sollten Steuerzahler eine Kopie ihrer Steuererklärung behalten - entweder gedruckt oder gespeichert als Datei.

Rechtsprechung beachten

Bevor Steuerzahler ihre Erklärung beim Finanzamt abgeben, sollten sie sich über laufende Verfahren zum Steuerrecht informieren. Häufig lässt sich die Rechtsprechung auf den persönlichen Fall übertragen. Auch, wenn ein Sachverhalt noch nicht endgültig geklärt ist, kann es sich lohnen die Ausgaben bei der Steuererklärung geltend zu machen. Bei positivem Prozessausgang besteht auch nach vielen Jahren noch die Chance auf eine Steuererstattung.

Elektronische Übermittlung

Seit 2012 sind sehr viel mehr Steuerzahler verpflichtet, ihre Steuererklärung elektronisch zu übermitteln. Unternehmer müssen nahezu sämtliche Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2011 elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Ausgenommen von dieser Pflicht sind Arbeitnehmer, die keine sogenannten Gewinneinkünfte haben.

Damit erweiterte der BFH die Absetzbarkeit von Kosten einer doppelten Haushaltsführung. Bislang können Betroffene etwa Aufwendungen für wöchentliche Familienheimfahrten, Verpflegungsmehrkosten und die Kosten für eine Unterkunft am Beschäftigungsort gelten machen, die auf die Durchschnittsmiete einer 60-Quadratmeter-Wohnung begrenzt sind.

Von

afp

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