Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.10.2013

11:37 Uhr

Bundeskabinett

Strengere Energiestandards für Neubauten

Jetzt ist es endgültig: Neue Immobilien müssen immer sparsamer werden. Denn das Bundeskabinett hat eine Neufassung der Energie-Einsparverordnung abgesegnet. Für bereits bestehende Immobilien ändert sich aber nichts.

Neue Anforderungen an Neubauten: Der zulässige Primärenergiebedarf reduziert sich 2014 und 2016 in zwei Stufen um je 12,5 Prozent. picture alliance/dpa

Neue Anforderungen an Neubauten: Der zulässige Primärenergiebedarf reduziert sich 2014 und 2016 in zwei Stufen um je 12,5 Prozent.

BerlinNeubauten in Deutschland müssen künftig mit weniger Energie auskommen. Das Bundeskabinett segnete am Mittwoch in Berlin endgültig eine Neufassung der Energie-Einsparverordnung (EnEV) zu, die entsprechende Minimalstandards für Immobilien verbindlich festschreibt.

Demnach reduziert sich der zulässige Primärenergiebedarf 2014 und 2016 in zwei Stufen um je 12,5 Prozent, die Anforderungen an die Dämmwirkung der Gebäudehülle steigen im Schnitt um zehn Prozent. Für bereits bestehende Immobilien ändert sich aber nichts.

Die EnEV ist ein wesentlicher Hebel, mit dem der Staat die Energieeffizienz von Immobilien steigern will. Ein Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf das Heizen und das Aufbereiten von Warmwasser, weshalb das Thema eng mit der Energiewende und dem Kampf gegen steigende Nebenkosten verbunden ist. Der Verband der deutschen Wohnungsunternehmen kritisiert die Novelle scharf und warnt vor steigenden Mieten für Neubauten.

Die EnEV wird regelmäßig angepasst, wobei zugleich auch neue Vorgaben der EU einfließen. So wird mit der aktuellen Novelle unter anderem auch zur Pflicht, Energiekennwerte von Häusern und Wohnungen bei Immobilienanzeigen anzugeben. Die schon 2009 eingeführten Energieausweise sollen leichter verständlich werden, indem dort Energieeffizienz-Klassen angegeben werden, wie das etwa schon bei Elektrogeräten und Autos der Fall ist.

Der Bundesrat hatte der EnEV am Freitag zugestimmt, allerdings zahlreiche Änderungen im Detail in die Vorlage eingefügt. Die Bundesländer forderten, die EnEV und andere Energiewende-Vorschriften im Immobiliensektor zusammenzufassen, um "Akzeptanz und Transparenz" zu erhöhen. Zudem forderte die Länderkammer von der Bundesregierung, jährlich zwei Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitzustellen. Aufgrund der Änderungen musste das Kabinett der Verordnung am Mittwoch erneut zustimmen.

Von

afp

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HofmannM

16.10.2013, 12:03 Uhr

Die deutsche Regierung macht für den deutschen Bürger das Leben immer unbezahlbarer und gesundheitsschädlicher. Die neuen Energie-Einsparstandardds haben mit einen menschlichen und freien Leben nichts mehr gemein!
Steigende Mieten werden die Folge diese Energiestandards-Wahn-Diktat der deutschen Politik am deutschen Volk sein!
Die deutsche asoziale und perfide Energie-Sozial und Wirtschaftspolitik wird zusehends immer mehr zum unbezahlbaren Luxus für viele Menschen in Deutschland! Steigende Miete, steigende Energiekosten, steigende Lebenshaltungskosten, mehr Abgaben und höhere Steuern. ES REICHT SCHON LANGE! Weg mit diesen unnützen Vorschriften und Geiselungen einer fanatischen ökosozialistsichen Abzocker-Behörden-Ideologie! Danke!

vandale

16.10.2013, 12:12 Uhr

Die Heizkostenersparnis steht in keinem Verhältnis zu den zusätzlichen Baukosten.

Die Konsequenz sind teure Mieten.

Vandale

norbert

16.10.2013, 12:42 Uhr

Mal sehen, wann Michel merkt, wie er immer mehr entmündigt wird.

Ich habe ein Passivhaus, aber es sollte doch jeder selber entscheiden dürfen, wie er sein Geld verpulvert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×