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28.05.2013

14:48 Uhr

Bundeskartellamt

Benzinpreisstelle ist in Reichweite

Das Kartellamt arbeitet mit Hochdruck an der Meldestelle für Benzinpreise. In acht Wochen könnte die nötige Software stehen, hofft Behördenchef Mundt. Verbraucher möchten die Informationen am liebsten früher.

Zapfsäule an einer Tankstelle: Benzinpreisdaten sollen zugänglich werden. dpa

Zapfsäule an einer Tankstelle: Benzinpreisdaten sollen zugänglich werden.

BonnDer Start der Benzinpreismeldestelle beim Bundeskartellamt rückt näher. Er rechne damit, dass die Mineralölwirtschaft innerhalb der nächsten acht Wochen die ersten Preisdaten melden könne, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt am Dienstag in Bonn bei einer Konferenz mit Vertretern der Mineralölwirtschaft und Informationsdienstleistern. Nach einer Prüfphase sollten die Daten dann „so schnell wie möglich“ den Autofahrern zur Verfügung gestellt werden.

Nach früheren Angaben soll das Projekt auf jeden Fall im Laufe des Jahres an den Markt gehen. Das Kartellamt erhofft sich bessere Informationen der Verbraucher über die unterschiedlichen und stark schwankenden Treibstoffpreise an knapp 15.000 Tankstellen in Deutschland. Der Behörde sei klar, dass die Verbraucher das Angebot möglichst bald, am besten noch rechtzeitig zur Reisezeit im Sommer haben wollten, sagte ein Kartellamtssprecher.

Die Preisinformationen sollen über Smartphone-Apps, Navigationssysteme und das Internet zu den Autofahrern gelangen, damit diese die jeweils günstigste Tankstelle ansteuern können. ADAC-Präsident Peter Meyer hatte Anfang Mai bereits eine Benzinpreis-App des ADAC angekündigt.

Das Kartellamt arbeite bei der Meldestelle jetzt mit der Bundesanstalt für Straßenwesen zusammen, kündigte Mundt am Dienstag an. Die Bundesanstalt betreibt seit dem vergangenen Jahr bereits eine Internet-Plattform, über die Anbieter von Navigations- und Verkehrsinformationssystemen Daten wie Verkehrsdichte, Staus, Baustellen und Parkmöglichkeiten von Anbietern abrufen können.

Über diesen sogenannten Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM) sollen nun auch die Benzinpreisdaten zugänglich werden. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt spare das Kartellamt Zeit, da das System bereits funktioniere und alle Schnittstellen für die Anbindung dokumentiert seien.

Die Markttransparenzstelle erfasst die Preise für Super, Diesel und E10 spätestens fünf Minuten nach Inkrafttreten des Preises an der Zapfsäule. Nach Einschätzung des Bundeskartellamtes wird das trotz der hohen Zahl von voraussichtlich an die 60 Millionen Preisbewegungen im Jahr allein bei kettengebundenen Tankstellen weitgehend automatisch und ohne großen bürokratischen Aufwand geschehen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

28.05.2013, 15:09 Uhr

Deutschland hat es wieder geschafft, ein neues Amt zu schaffen. Für die Erfassung der Benzinpreise. Bringen wird das nichts.

Dabei machen andere Länder es vor, wie es gehen kann. Beispielsweise nur eine Preissetzung pro Tag zulassen.

Aber dies ist zu einfach. Ausserdem würde es zwar den Bürgerinteressen, nicht aber den Gewinnzielen der Konzerne entsprechen. Und wären die die Bürger keinerlei Lobby in diesem Staat haben, diktieren die Ölkonzerne hierzulande die Politik.

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28.05.2013, 15:18 Uhr

So ein nonsens.

Zerschlagen Sie lieber das Stromkartell, Herr Mundt. Ach so ... das trauen Sie sich nicht. Ist klar.

Account gelöscht!

28.05.2013, 15:56 Uhr

Dieses Land ist wahrscheinlich nur noch durch einen totalen Zusammenbruch oder eine Revolution zu retten. Das hier passt ja zum Thema: http://newsbote.com/brennpunkt/spritpreise-und-die-koalition-der-abzockenden-volksverdummung/

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