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20.05.2014

14:42 Uhr

Deutsche Bank

Früherer Postbank-Aktionär fordert Nachschlag

Bei der Übernahme der Postbank soll die Deutsche Bank nicht fair gehandelt und Anlegern einen zu niedrigen Preis pro Aktie gezahlt haben. Anlegerschützer haben jedoch wenig Hoffnung auf ein anlegerfreundliches Urteil.

Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, Kleinaktionären zu wenig gezahlt zu haben. dpa

Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, Kleinaktionären zu wenig gezahlt zu haben.

KarlsruheHat die Deutsche Bank bei der Übernahme der Postbank die Kleinaktionäre über den Tisch gezogen und ihnen viel zu wenig für ihre Aktien bezahlt? Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelte am Dienstag über eine Klage der Verlagsgesellschaft Effecten Spiegel, die als Postbank-Minderheitsaktionär im Zuge der Übernahme 25 Euro pro Aktie bekommen hatte. Hauptaktionär Deutsche Post hatte hingegen im Jahr zuvor fast das Doppelte kassiert (Az.: II ZR 353/12).

Bekommt die Klägerin recht, müsste die Deutsche Bank nachzahlen und Kleinaktionäre entschädigen - die Rede ist von bis zu 1,6 Milliarden Euro. Der Effecten Spiegel, einst Besitzer von 150.000 Postbank-Anteilen, entgingen 4,8 Millionen Euro - sie klagt diesen „Nachschlag“ nun ein. In den beiden Vorinstanzen war sie gescheitert. Experten räumen auch der BGH-Klage wenig Aussicht auf Erfolg ein.

Der Vorwurf der Verlagsgesellschaft: Die Deutsche Bank habe beim Übernahme-Deal getrickst. Laut Wertpapier-Übernahmegesetz muss allen Aktionären ein Pflichtangebot unterbreitet werden, sobald der neue Eigentümer die Kontrolle über das Unternehmen, also mindestens 30 Prozent der Stimmrechte erworben hat.

Geldanlage: So sparen die Deutschen

Platz 10

Festverzinsliche Wertpapiere: 8 Prozent
Bei den Geldanlagen der Deutschen gibt 2014 laut einer TNS-Umfrage deutliche Unterschiede zum Vorjahr. Mehr als 2000 Bürger über 14 Jahren nahmen an der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts zum Sparverhalten der Deutschen teil.
Quelle: Verband der privaten Bausparkassen

Platz 9

Aktien: 14 Prozent

Patz 8

Investmentfonds: 20 Prozent

Platz 7

Riester-Rente: 22 Prozent

Platz 6

Immobilien: 25 Prozent

Platz 5

Kurzfristige Geldanlagen: 32 Prozent

Platz 4

Renten- und Kapital-LV: 35 Prozent

Platz 3

Sparen auf Girokonto: 37 Prozent

Platz 2

Bausparvertrag: 37 Prozent

Platz 1

Sparbuch und Spareinlagen: 51 Prozent

Die beliebteste Geldanlage ist mit 51 Prozent zwar immer noch das Sparbuch. Es verzeichnete im Vergleich zu 2013 jedoch einen Rückgang um vier Prozentpunkte.

Das versuchte die Deutsche Bank nach Ansicht der Klägerin aber mit einem komplizierten Kaufkonstrukt zu verschleiern: Sie bezahlte das gesamte Aktienpaket schon 2009 zwar komplett, beließ einen Teil der Anteile formal aber bei der Deutschen Post, um unter der 30-Prozent-Marke zu bleiben.

Damit war sie nicht mehr zu einem Pflichtangebot verpflichtet, wartete stattdessen einen niedrigen Kurs der Aktie ab und bot den Kleinaktionären schließlich 2010 das gesetzlich vorgeschriebene Minimum von 25 Euro. Dieses Angebot hatte Effecten Spiegel angenommen.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.05.2014, 17:50 Uhr

In dramatischen Schritten erhöht die DB ihr Kapital. Das Unternehmen wird von höheren Mächten dafür bestraft, weil es in vielen Fällen gefehlt hat aber nach außen immer so sauber tut. Auch in diesem Fall hat es vielleicht juristisch korrekt gehandelt. Als Postbankaktionär habe ich allerdings das Gefühl, es ist nicht mit rechten Dingen zu gegangen und die Bank wäscht mal wie immer ihr Hände in Unschuld. Dabei will sie doch anders werden, so sauber und rein wie ein Engel.
Glaubwürdiger würde das, wenn man im vorliegenden Fall
ein Vergleich schließen würde und eine deutliche Erhöhung
der Abfindung anbietet. Bleibt dann immer noch das
Geschmäckle, weil man den Kurs der zu Abfindung im Unternehmensvertrag geführt hat nach unten manipuliert hat. Zu recht hat die Öffentlichkeit eine schlechte Meinung zu den Banken und die Deutsche Bank liefert jedes mal die Gründe dazu,
auch die

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