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18.08.2014

11:34 Uhr

Einkaufen in Internet

Online zahlen? Aber sicher!

VonKatharina Schneider

Der Warenkorb ist gut gefüllt, doch an der Online-Kasse zögern Sie: Welche Bezahlmethode sollen Sie bloß wählen? Rechnung, Paypal, Barzahlen oder Klarna? Wie die digitalen Bezahlsysteme funktionieren.

Erst mal den Online-Einkaufswagen füllen - doch dann stellt sich die Frage nach der Bezahlart. dpa

Erst mal den Online-Einkaufswagen füllen - doch dann stellt sich die Frage nach der Bezahlart.

DüsseldorfWer im Internet einkauft, hat die Qual der Wahl. Nicht nur, weil es so viele unterschiedliche Shops und Produkte gibt, sondern auch wegen der Vielfalt der Zahlungsmöglichkeiten. Entscheidende Vorteile bietet nach Meinung von Verbraucherschützern noch immer die Rechnung: Der Kunde zahlt erst, nachdem er die Ware erhalten hat und seine Kontodaten muss er nirgendwo im Netz angeben. Doch was tun, wenn diese Bezahlmethode nicht verfügbar ist?

So wie eine Vorauszahlung für Kunden das Risiko birgt, dass sie keine Ware erhalten, riskiert auch der Händler beim Verkauf auf Rechnung, dass er nach Versand der Ware kein Geld bekommt. Die kundenfreundliche Rechnung bieten viele Shops deshalb gar nicht an. Doch auch andere Bezahlsysteme gelten als sicher und zielen vor allem auf die Bequemlichkeit der Kunden ab.

Bei der Online-Bestellung zunächst die Adressdaten eintippen und später bei der Bezahlung eine Online-Überweisung ausfüllen oder gar zur Bank gehen? Das mag vielen Käufern inzwischen altmodisch und umständlich erscheinen. Abhilfe schaffen moderne Bezahlsysteme wie Paypal, Klarna oder Sofortüberweisung. Mal sind die persönlichen Kontodaten bei den Anbietern hinterlegt, mal leiten die Systeme zur Online-Banking-Seite einer Bank weiter oder treten als eine Art Bürge zwischen Käufer und Verkäufer auf – und sorgen so für Vertrauen.

„Damit ein Bezahlsystem erfolgreich ist, muss es drei Voraussetzungen erfüllen: Es muss sicher sein, breit verfügbar und einfach zu handhaben“, sagt Ingmar Böckmann, der im Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) für Zahlungssysteme und IT-Sicherheit zuständig ist.

Im vergangenen Jahr wurden laut der bevh-Studie „Interaktiver Handel in Deutschland 2013“ 38 Prozent der Online-Einkäufe per Rechnung bezahlt (2012: 37 Prozent), 24 Prozent entfielen auf die Lastschrift (2012: 24 Prozent), 14 Prozent auf Kreditkarte (2012: 14 Prozent), 19 Prozent auf Digitale Bezahlsysteme (2012: 17 Prozent), zwei Prozent auf Nachnahme (2012: drei Prozent) und ein Prozent auf Ratenkauf.

Was den Deutschen beim Online-Shopping wichtig ist

Zahlungsmethode

„Die von mir bevorzugte Zahlungsmöglichkeit aus­wählen zu können“ nennt mit 87 Prozent eine über­wältigende Mehrheit der Deutschen als wesentliche Anforderung beim Online-Einkauf. Die klassische Rechnung ist dabei nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel. Paypal und Lastschrift/Bankeinzug stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Retouren

Unkomplizierte Rücksendemöglichkeiten fordern 80 Prozent der Befragten von ihren Online-Händlern.

Tempo

Besonders geduldig sind die Deutschen nicht, wenn es um ihre Online-Einkäufe geht. Eine schnelle Lieferung ist 80 Prozent der Befragten wichtig.

Lieferkosten

Am besten umsonst: 77 Prozent der Befragten fordern eine kostenlose Lieferung ihrer Ware.

Schnäppchenjäger

Auf das Gefühl, den besten Preis gefunden zu haben, legen 77 Prozent der deutschen Online-Shopper Wert.

Transparenz

75 Prozent der Befragten in Deutschland ist eine transparente Darstellung der Lieferbedingungen wichtig.

Informationen

Die Auswahl an Produkten im Online-Handel ist enorm. Über das gesamte Angebotsspektrum wollen sich 74 Prozent der Befragten gut informiert fühlen.

Produktpräsentation

Vor allem wer viel Geld dafür ausgibt möchte sich die Ware vorher ganz genau ansehen – und das nicht nur im Laden sondern auch online. Eine anschauliche Darstellung des Produkts ist 64 Prozent der Befragten wichtig.

Versandunternehmen

Dass das Versandunternehmen ihm bekannt ist bzw. dass er es vertrauenswürdig findet, erwarten 62 Prozent der deutschen Online-Einkäufer. Elf Prozent der Befragten machen den Einkauf sogar vom Versandunternehmen abhängig. Konkret möchten 30 Prozent der Online-Shopper in Deutschland von DHL beliefert werden, 13 Prozent nannten Hermes.

Nachverfolgung

Sie wollen ganz genau wissen wann ihre Ware wo ist, und wann sie sie endlich in den Händen halten können. 61 Prozent der Befragten wollen daher die Möglichkeit haben, ihre Sendung online nachzuverfolgen.

Flexibilität

Flexible Lieferung ist für 51 Prozent der Befragten wichtig. Wunsch-Lieferkonzepte stehen dabei hoch im Kurs. Jeder Fünfte möch­te wählen können, wo und wann sein Paket zugestellt wird – beispiels­weise bei einem Nachbarn, einer Packstation oder an einem bestimmten Wunschtag. Jeder Vierte der befragten Online-Shopper ist als Kunde bei einer DHL-Packstation registriert.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

„Innerhalb der Digitalen entfällt ein Großteil auf Paypal, auch Sofortüberweisung wird intensiv genutzt und momentan scheint sich Barzahlen zu etablieren“, sagt Böckmann. Barzahlen verfolgt einen komplett neuen Ansatz: Der Kunde kauft etwas im Onlineshop, bekommt dann einen Zahlschein und bezahlt bei einem stationären Händler – etwa einer dm-Drogerie oder Telekom-Filiale. Nach Geldeingang wird die Ware verschickt. „Dieses System richtet sich nicht nur an Personen, die ihre Daten schützen wollen, sondern auch an jene, die nicht über ein Girokonto verfügen oder Probleme mit ihrer Bonität haben“, sagt Böckmann.

Kommentare (11)

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Herr Konstantin Lewe

18.08.2014, 12:02 Uhr

Immer wieder diese sinnlose Diskussion über Bezahlverfahren.
Es gibt Vorkasse,Nachnahme,E-Wallet,Lastschrift und Kredit-
karten. Rechnung ist für kleinere Artikel und Shops keine
Option.

Sofortüberweisung sollte man nicht nutzen den hier gibt
man seinen Online-Banking Login inkl. einer TAN
auf einer fremden Seite ein. Damit verstösst man gegen
die AGB der meisten Banken. Ausserdem werden dort
sämtliche Konten, Umsätze sowie Kredite ausgewertet.

Das ist nicht notwendig und führt zu Data-Mining.

Auch Barzahlen ist nicht so der Hit. Das kostet zuviel
und ist zu teuer. Ausserdem wer will den schon online
einkaufen und danach im Laden Bezahlen das bringt
einfach überhaupt nichts.

Ein Girokonto und sogar ne Prepaid-Kreditkarte bekommt
jeder auch wennn er negativ in der Schufa steht.
Oder bei Anderen Rating-Datenbanken.

Seine Bankverbindung im Internet eingeben ist ebenfalls
überhaupt kein Sicherheitsrisiko.

Denn ein Online-Login ist damit bei soliden Banken nicht
möglich da die Kontonummer nicht der Login ist sondern
eben etwas Anderes. Desweiteren kann es allerhöhsten zu
ungewollten Lastschriften kommen die man online innerhalb
von 8-Wochen oder in der Filiale ewig zurück geben kann.

Herr Yanis Durand

18.08.2014, 12:49 Uhr

Sorry, so ein Quatsch, bei Onlinbezahlsysteme überhaupt davon zu sprechen, dass diese sicher sind. Es muss doch lange bekannt sein, dass nichts, was übers WWW gemacht wird, sicher ist. Niemand kann hier wirklich Sicherheit garantieren. (Nebenbei bemerkt: Allein schon, wenn ich diese Website vom Handelsblatt öffne, versucht Handelsblatt bei mir 10 (!) Cookies zu setzen).

Herr Edi Haas

18.08.2014, 12:50 Uhr

"Seine Bankverbindung im Internet eingeben ist ebenfalls überhaupt kein Risiko"

Nein,da ist ja auch noch nie was passiert,das Internet ist ja so sicher.
Sie haben auch noch nicht bemerkt das Die Computer,also die Maschinen untereinander alle vernetzt sind und sich unterhalten.
Einige wenige Mächtige profitieren davon.Dadurch verdienen die in Nanosekunden Millionen und der Kleinanleger schaut verstört auf sein Sparbuch.

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