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23.01.2017

11:23 Uhr

Elektroauto

Der Strom vom Chef ist steuerfrei

VonConstanze Elter

Der Bund will Elektromobilität fördern, deshalb bekommen Fahrer von Elektroautos ab diesem Jahr noch mehr Steuervorteile. Wer beim Arbeitgeber Strom zapfen darf, muss diesen Vorteil zum Beispiel nicht versteuern.

Durch Strom angetriebene Fahrzeuge werden gefördert. dpa

Elektroauto

Durch Strom angetriebene Fahrzeuge werden gefördert.

BerlinWenn Sie ein Elektroauto fahren, begünstigt das der Staat steuerlich – und zwar ab sofort noch mehr: Rückwirkend zum Jahresbeginn 2016 verlängert der Fiskus die derzeit geltende fünfjährige Steuerbefreiung auf zehn Jahre. Diese Steuerbefreiung gilt für Erstzulassungen reiner Elektrofahrzeuge. Sie dürfen den Steuervorteil auch in Anspruch nehmen, wenn Sie Ihr Auto auf Elektrobetrieb umgerüstet haben und der TÜV dies genehmigt hat.

Arbeitgeber können ihren Angestellten ab 2017 die Möglichkeit geben, ihr privates Elektroauto oder Hybridfahrzeug im Betrieb aufzuladen. Dieser steuerfreie Vorteil umfasst auch das Betanken des Firmenwagens, den der Arbeitgeber überlassen hat. Der Chef kann seinem Arbeitnehmer sogar eine Ladestation für das Aufladen zuhause überlassen – oder ihm Zuschüsse dazu zahlen. Voraussetzung ist jeweils, dass die Vorteile zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden.

In einem Schreiben hat die Finanzverwaltung festgelegt, welche Grundsätze dabei zu beachten sind. Zu den begünstigten Fahrzeugen zählen Elektroautos, die ausschließlich durch einen Elektromotor angetrieben werden. Ebenfalls im Vorteil sind Hybridfahrzeuge, die sowohl mit Kraftstoff betankt werden als auch eine Speichereinrichtung für elektrische Energie haben. Begünstigte Hybridelektrofahrzeuge müssen allerdings extern mit Stecker aufladbar sein.

Steuerbefreit ist der Ladestrom dann, wenn die Mitarbeiter ihr Auto an einer fest installierten Einrichtung im Betrieb aufladen. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber seinem Angestellten die Ladevorrichtung zeitweise überlässt, damit dieser die Ladestation privat nutzen kann.

Diese Belege gehören zur Steuererklärung - und diese nicht

Mantelbogen
  • Zuwendungsnachweise wie z.B. Spendenbescheinigungen
  • Nachweis der Behinderung im Erstjahr bzw. bei Änderung
Zu Anlage G, S, L - Einkünfte aus Gewerbe, Selbstständigkeit, Landwirtschaft
  • Unterlagen über die Gewinnermittlung (aber auch nur, falls nicht elektronisch übermittelt)
Zu Anlage KAP - Kapitalerträge
  • Steuerbescheinigung über anrechenbare Kapitalertragsteuer, nur wenn eine Überprüfung des Steuereinbehalts für bestimmte Kapitalerträge oder die Günstigerprüfung beantragt wird
  • Steuerbescheinigung über Kapitalerträge, für die keine Kirchensteuer einbehalten wurde, obwohl eine Kirchensteuerpflicht besteht
  • Bescheinigung über anrechenbare ausländische Steuern
Zur Anlage N - Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • Lohnsteuerkarte (in der Regel nicht mehr nötig, da Daten elektronisch übermittelt)
Zur Anlage VL - Vermögenswirksame Leistungen
  • Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen
Zur Anlage Unterhalt
  • Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit
Nicht benötigte Belege

Die meisten Quittungen und Bescheinigungen müssen nur auf Nachfrage dem Finanzamt vorgelegt werden, dazu gehören zum Beispiel Nachweise über Ausgaben für:

  • Arbeitsmittel
  • Beiträge an Berufsverbände
  • Beitragsbestätigungen für Versicherungen
  • Kontogebühren
  • Kinderbetreuung
  • haushaltsnahe Dienstleistungen

Die einzelnen Ausgabenposten können aber vom Finanzamt geprüft werden und müssen dann nachträglich belegt werden.

Erstattet der Arbeitgeber seinen Angestellten selbst getragene Stromkosten bei privaten Elektrofahrzeugen oder Hybridelektrofahrzeugen, stellt dies steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Handelt es sich um Dienstwagen, wird eine solche Erstattung hingegen als steuerfreier Auslagenersatz behandelt.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.01.2017, 14:41 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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