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06.09.2012

12:00 Uhr

EuGH-Urteil

EU-Gericht stärkt Rechte von Online-Kunden

Mit einem Urteil stärkt der EuGH die Rechte der Verbraucher bei grenzüberschreitenden Internet-Geschäften. Online-Kunden können EU-Händler demnach im Streitfall vor einem heimischen Gericht verklagen.

Immer mehr Menschen kaufen via Internet ein. Ihre Rechte wurden nun gestärkt. obs

Immer mehr Menschen kaufen via Internet ein. Ihre Rechte wurden nun gestärkt.

BrüsselWer online ein Geschäft mit einem Händler im EU-Ausland einleitet, kann diesen im Streitfall vor seinen heimischen Gerichten verklagen. Mit einem entsprechenden Urteil stärkte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag die Rechte der Verbraucher bei grenzüberschreitenden Internet-Geschäften. Im konkreten Fall hatte eine Österreicherin bei einem Hamburger Autohaus einen Wagen gekauft, auf das Angebot war sie im Internet gestoßen.

Nachdem die Käuferin den Wagen in Hamburg abgeholt hatte, stellte sie zurück in der Heimat erhebliche Mängel fest. Der Verkäufer wollte das Auto nicht reparieren, und so zog die Kundin vor ein österreichisches Gericht. Das Autohaus bestritt nun die Zuständigkeit des Gerichtes, weil der Kaufvertrag in Hamburg unterzeichnet worden war.

Die EU-Richter wiesen das zurück. Weil das Angebot des Gewerbetreibenden über das Internet in Österreich abrufbar gewesen sei, sei dessen Tätigkeit auch auf diesen Mitgliedsstaat ausgerichtet, hieß es zur Begründung. Der Kläger kann also auch zuhause vor Gericht ziehen, obwohl er den Vertrag im Ausland unterzeichnet hat.

Von

dapd

Kommentare (1)

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06.09.2012, 12:49 Uhr

Die EU wird auch den Onlinehandel noch vernichten. Ich habe eine Weile einen Onlineshop im Bereich Nahrungsergänzungen betrieben, das ist mittlerweile gar nicht mehr Europa weit machbar. Ich muss für jeden einzelnen Artikel ermitteln wo ich ihn verkaufen darf und wo nicht. Wie soll ich das bei sich ständig ändernder Rechtslage denn noch machen?

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