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18.01.2010

12:53 Uhr

HB KÖLN. Wie das Kölner Finanzgericht am Montag mitteilte, hat das der 15. Senat des Finanzgerichtes in seinem Urteil vom 29. Oktober 2009 (15 K 2917/06) entschieden. Ein Kläger hatte argumentiert, dass die Gewinnsumme als Spielgewinn wie ein Rennwett- oder Lotteriegewinn steuerfrei bleiben müsse.

Das Finanzgericht stimmte ihm darin zu, dass "das bloße Sich- Filmen-Lassen an sich" noch keine Leistung darstelle, die man versteuern müsse. Durch die anschließenden Fotoshootings, Interviews und Pressetermine werde die Grenze der steuerfreien Spieltätigkeiten aber überschritten.

Mit seiner Entscheidung grenzte sich der 15. Senat gegenüber der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs in München ab. Dieser hat für das Preisgeld aus der Fernsehproduktion „Mein großer, dicker, peinlicher Verlobter“ entschieden, dass dieses schon deshalb der Einkommensteuer unterliege, weil es Gegenstand eines entgeltlichen Vertrages sei und weder eine Veräußerung noch einen veräußerungsähnlichen Vorgang betreffe.

Das Gericht ließ die Revision zum Bundesfinanzhof zu.

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