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07.05.2013

06:26 Uhr

Finanzkompetenz für Kinder

Wenn der Goldesel streikt

VonKatharina Schneider

Woher kommt eigentlich das Geld? Und was kann man damit machen? Schon Kleinkinder verstehen, dass Spielsachen Geld kosten und die Eltern dafür arbeiten müssen. Wie aus dem Nachwuchs kleine Finanzexperten werden.

Getty Images

Düsseldorf/Bochum„Bricklebrit, Brick-le-brit!“, rufen knapp 60 Kinder und warten gespannt – doch nichts passiert. Der Esel will einfach keine Goldtaler ausspucken. Ob es wohl daran liegt, dass er nur ein Stofftier ist? Nein, auch ein Esel aus Fleisch und Blut produziert kein Gold. Das gibt es nur im Märchen. Doch woher kommt dann unser Geld? Aus dem Geldautomaten?

Die Drei- bis Sechsjährigen im Evangelischen Familienzentrum Hand in Hand in Bochum schauen ein bisschen ratlos. Doch dann rufen einige: „Dafür muss man arbeiten!“ Ganz genau. Aber was hat das Thema Geld eigentlich in einer Kindertagesstätte zu suchen? Sollten die Kleinen nicht einfach mit dem Esel und anderen Kuscheltieren spielen, ohne sich solche Gedanken zu machen?

Netzwerk Finanzkompetenz

Akteure

Das Netzwerk besteht aus Vertretern von Verbraucher- und Schuldnerverbänden, von Banken und Wirtschaft sowie aus Wissenschaft, Politik und Bildungseinrichtungen in NRW. Hier eine Übersicht.

Gründung des Netzwerks

Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk Finanzkompetenz 2006 vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MKULNV). Es will die Finanzkompetenz der Menschen in Nordrhein-Westfalen stärken.

Aktionswoche Finanzkompetenz

An der Aktionswoche nehmen landesweit mehr als 30 Projekte teil. Sie werden währenddessen vom Verbraucherministerium NRW finanziell unterstützt. Koordiniert wird die Aktionswoche von der Evangelischen Schuldnerberatung der Diakonie Düsseldorf.

Ablauf der Aktionswoche

Der Schwerpunkt der Aktionswoche „Stärkung der Finanzkompetenz von Kindern, Jugendlichen und jungen Familien in Nordrhein-Westfalen“ liegt auf der Woche vom 15. Bis 19. Juli. Die Aktionen dürfen aber auch schon vorher beginnen. Vertreten sind zahlreiche bewährte Projekte, einige wurden auch eigens anlässlich der Aktionswoche ins Leben gerufen.

Ziel der Aktionswoche

Innovative Projekte, die der Vermittlung von Finanzkompetenz dienen, sollen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und bekannt gemacht werden.

In dieser Woche nicht. Denn die Kinder sollen einige Grundlagen rund ums Geld lernen. Das Konzept stammt von Kirstin Wulf. Die Wahl-Berlinerin hat Anfang 2012 mit ihrem Partner das Projekt „Bricklebrit – Eltern. Kinder. Geld“ gegründet. In Workshops reden sie mit Eltern darüber, wie Geldthemen in den Alltag integriert und Kindern und Jugendlichen spielerisch Finanzwissen und Werte vermittelt werden können. Gefördert wird die Aktion in Bochum durch das Netzwerk Finanzkompetenz NRW.

„Man kann gar nicht früh genug anfangen, Kinder an Geld und Finanzthemen heranzuführen“, sagt Wulf. „Genauso wie Erwachsene leben auch Kinder in einer Konsumwelt und sollten rechtzeitig lernen, damit umzugehen.“ Bei den Eltern in Bochum stieß das Ansinnen auf großes Interesse. „So viele Eltern waren lange nicht zu einem Elternabend gekommen“, sagt Astrid Schröder, Leiterin des Familienzentrums.

Kommentare (17)

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krakendienst

07.05.2013, 06:31 Uhr

Geld kommt seit 2008 aus der Druckerpresse. Dafür muss man nicht mehr arbeiten. Man drückt einfach einen Knopf. Nächster Schritt wird sein, dass wir alle so einen Knopf bekommen. Damit wir immer Geld haben. Und Monopoli spielen können.

geldillusion

07.05.2013, 07:14 Uhr

@krakendienst
Naja, was so witzig bei Ihnen klingt, ist in Wahrheit ein Riesenproblem. Wenn es Frau Schneider gelingt, mit ihrem Artikel zum Nachenken anzuregen, kan es am Ende gar passieren, dass das heutige Geldsystem als "des Kaiser´s neue Kleider" angesprochen wird. Und was dann?

DANDY

07.05.2013, 07:15 Uhr

..........................
...BERUFSWUNSCH...
..........................
..
ich werde hartz4 und der
staat zahlt für mich..!!
........................

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