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17.09.2013

19:51 Uhr

Finanztest

Intransparenz bei Rückbuchungen von Riester-Zulagen

Die zuständige Behörde hält sich in vielen Fällen nicht an Fristen: Riester-Zulagen werden teilweise unzulässig zurückgebucht. Das haben Mitarbeiter der Zeitschrift „Finanztest“ herausgefunden.

„Finanztest“ berichtet: Die bei der Deutschen Rentenversicherung angesiedelte ZfA holte sich 2012 rund 700 Millionen Euro an Förderung von Riester-Sparern zurück. dpa

„Finanztest“ berichtet: Die bei der Deutschen Rentenversicherung angesiedelte ZfA holte sich 2012 rund 700 Millionen Euro an Förderung von Riester-Sparern zurück.

BerlinBei der Rückbuchung bereits gezahlter Riester-Zulagen verstoßen Behörden laut Stiftung Warentest teils gegen geltendes Recht. Wie die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer Oktober-Ausgabe berichtete, bucht die zuständige Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu viel ausgezahlte Zulagen von Riester-Sparern zurück und hält sich dabei teils nicht an die vorgeschriebene zulässige Maximal-Frist. Die Versicherungsbranche forderte von der ZfA Korrekturen.

Wie "Finanztest" berichtete, holte sich die bei der Deutschen Rentenversicherung angesiedelte ZfA 2012 rund 700 Millionen Euro an Förderung von Riester-Sparern zurück. Die Stelle kann Zulagen zurückbuchen, wenn Riester-Sparer diese zu Unrecht erhalten haben - allerdings gilt hierfür eine Frist von maximal vier Jahren.

An diese Frist hält sich die ZfA aber nicht, wie laut "Finanztest" aus internen Unterlagen des Bundesfinanzministeriums (BMF) hervorgeht.

Allein im Beitragsjahr 2005 habe die ZfA in 84.410 Fällen die Zulage erst nach Ablauf der Frist neu berechnet und damit teilweise zurückgefordert, heißt es demnach in einem Vermerk. Zudem gebe es in dem automatisierten Verfahren der ZfA immer wieder Fehler.

Die Rückbuchung von Zulagen erfolge zudem ohne Vorwarnung und ohne Begründung. Eine Beschwerde sei daher kompliziert und extrem langwierig. "Die Bearbeitungsdauer für einen entsprechenden Festsetzungsantrag liegt bei weit über einem Jahr", zitierte die Zeitschrift aus dem Vermerk des BMF. In dieser Zeit bleibe der Sparer nicht nur im Ungewissen, sondern verliere auch einen Teil seiner Rendite.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.09.2013, 21:16 Uhr

Der Deutsche ist beim Thema Geld einfach so gar nicht lernfähig. Wer die Kontrolle über selbiges über Jahrzehnte (!!!) aus der Hand gibt (Bausparverträge, Kapitallebensversicherungen, Riestern etc) muß sich nicht wundern, wenn dann zwischendurch überraschendes passiert. Meist nicht zu seinen Gunsten. Marktrendite sinkt, Steuern steigen etc etc. Und dann die Kosten für die gesamte Abwicklung, beim Strukturvertrieb angefangen.
Dumm, wer so was überhaupt noch macht.

Account gelöscht!

18.09.2013, 00:31 Uhr

@ Bosch

Auf die Dummheit der Deutschen baut die ganze Deutsche Wirtschaft! Nur ist der Vorrat an Dummen auch nicht unerschöpflich!

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