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14.11.2016

14:13 Uhr

Freibeträge eintragen

Jetzt schon Steuererstattung sichern

VonConstanze Elter

Wer jetzt bereits weiß, dass er im kommenden Jahr hohe Werbungskosten oder Sonderausgaben haben wird, kann steuerliche Freibeträge nutzen. Was bei der Steuererstattung im Voraus zu beachten ist.

Freibeträge eintragen lassen, erhöht das Nettogehalt. dpa

Finanzamt

Freibeträge eintragen lassen, erhöht das Nettogehalt.

BerlinWer Ausgaben für den Job hat, muss nicht bis zur Steuererklärung warten, um eine Erstattung vom Finanzamt zu erhalten. Mit einem Freibetrag auf der elektronischen Lohnsteuerkarte kann der Arbeitgeber diese Kosten bereits bei der monatlichen Gehaltsabrechnung berücksichtigen.

Wer beispielsweise einen weiten Weg zur Arbeit hat, kann sich die Entfernungspauschale für die Fahrt von der Wohnung zum Job als Freibetrag eintragen lassen. Aber auch hohe Fortbildungskosten, Aufwendungen für Arbeitsmittel, Fachliteratur oder Beiträge zu Berufsverbänden können in der Summe einen hohen Werbungskostenabzug ergeben.

Diese Belege gehören zur Steuererklärung - und diese nicht

Mantelbogen
  • Zuwendungsnachweise wie z.B. Spendenbescheinigungen
  • Nachweis der Behinderung im Erstjahr bzw. bei Änderung
Zu Anlage G, S, L - Einkünfte aus Gewerbe, Selbstständigkeit, Landwirtschaft
  • Unterlagen über die Gewinnermittlung (aber auch nur, falls nicht elektronisch übermittelt)
Zu Anlage KAP - Kapitalerträge
  • Steuerbescheinigung über anrechenbare Kapitalertragsteuer, nur wenn eine Überprüfung des Steuereinbehalts für bestimmte Kapitalerträge oder die Günstigerprüfung beantragt wird
  • Steuerbescheinigung über Kapitalerträge, für die keine Kirchensteuer einbehalten wurde, obwohl eine Kirchensteuerpflicht besteht
  • Bescheinigung über anrechenbare ausländische Steuern
Zur Anlage N - Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • Lohnsteuerkarte (in der Regel nicht mehr nötig, da Daten elektronisch übermittelt)
Zur Anlage VL - Vermögenswirksame Leistungen
  • Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen
Zur Anlage Unterhalt
  • Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit
Nicht benötigte Belege

Die meisten Quittungen und Bescheinigungen müssen nur auf Nachfrage dem Finanzamt vorgelegt werden, dazu gehören zum Beispiel Nachweise über Ausgaben für:

  • Arbeitsmittel
  • Beiträge an Berufsverbände
  • Beitragsbestätigungen für Versicherungen
  • Kontogebühren
  • Kinderbetreuung
  • haushaltsnahe Dienstleistungen

Die einzelnen Ausgabenposten können aber vom Finanzamt geprüft werden und müssen dann nachträglich belegt werden.

Allerdings müssen die Ausgaben den Arbeitnehmer-Pauschbetrag überschreiten, der zurzeit bei 1.000 Euro liegt. Denn diese Werbungskostenpauschale bekommt jeder, auch wenn er gar keine Aufwendungen für seinen Beruf hat. Außerdem gewährt das Finanzamt einen Freibetrag grundsätzlich nur dann, wenn sich Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen auf insgesamt mehr als 600 Euro belaufen.

Achtung: Machen Sie allein Werbungskosten in Ihrem Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung geltend, bekommen Sie damit nur dann einen Freibetrag, wenn die Aufwendungen die Summe von 1.600 Euro übersteigen. Tipp: Auch für andere steuerlich relevante Positionen – zum Beispiel bei Verlusten aus der Vermietung einer Immobilie – können Sie sich einen Freibetrag eintragen lassen. Dafür müssen Sie einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung beim zuständigen Finanzamt stellen – seit Oktober nimmt die Finanzverwaltung die neuen Anträge für 2017 an.

Bisher mussten Freibeträge für den Lohnsteuerabzug jährlich neu beantragt werden. Das hat sich im vergangenen Jahr geändert: Lohnsteuer-Ermäßigungen haben seitdem eine zweijährige Gültigkeit. Freibeträge, die jetzt neu eingetragen werden, gelten also mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 bis Ende 2018. Es ist aber auch möglich, den Freibetrag nur für ein Jahr zu bekommen.

Kommentare (3)

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14.11.2016, 17:39 Uhr

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14.11.2016, 17:41 Uhr

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14.11.2016, 17:43 Uhr

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