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10.12.2015

12:12 Uhr

Geldanlage

Schlechtes Zeugnis für Bankberater

Sich auf die Empfehlungen ihrer Bank oder Sparkasse zu verlassen, ist offenbar für viele Privatanleger nicht die allerbeste Idee. Das jedenfalls legt eine Studie der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nahe.

„Verbraucher können leider nicht davon ausgehen, dass ihnen von Banken und anderen Finanzvertrieben Geldanlagen angeboten werden, die zu ihrem Bedarf passen.“ dpa

Kundenberatung bei der Bank

„Verbraucher können leider nicht davon ausgehen, dass ihnen von Banken und anderen Finanzvertrieben Geldanlagen angeboten werden, die zu ihrem Bedarf passen.“

BerlinVerbraucherschützer haben der Geldanlage-Beratung von Banken und Sparkassen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Eine Analyse von 3.500 Anlageprodukten ergab, dass knapp die Hälfte (45 Prozent) für die jeweiligen Kunden unpassend gewesen seien. In diesen Fällen habe es kostengünstigere oder flexiblere Alternativen gegeben, stellte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg fest, die ihre Studie am Donnerstag in Berlin veröffentlichte.

„Verbraucher können leider nicht davon ausgehen, dass ihnen von Banken und anderen Finanzvertrieben Geldanlagen angeboten werden, die zu ihrem Bedarf passen“, sagte deren Experte Werner Bareis. So seien 95 Prozent von 362 Vertragsangeboten, die Bankkunden von den Verbraucherzentralen bewerten ließen, nicht im besten Kundeninteresse gewesen.

Die Finanzmarkt-Expertin beim Bundesverband, Dorothea Mohn, verlangte, Produktverkauf und Finanzberatung klar zu trennen.

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Die Bundesregierung hatte den Verbraucherzentralen im März die Aufgabe eines Marktwächters für Finanzprodukte und digitale Dienstleistungen übertragen. Der Landesverband Baden-Württemberg kümmert sich bei dem Projekt um Geldanlage und Altersvorsorge. Die Studie stützt sich auf Daten, die Verbraucherzentralen in sieben Bundesländern bei Beratungsgesprächen von November 2014 bis Oktober 2015 erhoben.

Von

dpa

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