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04.09.2013

18:06 Uhr

Gerichtsurteil

Büroverbot für dreibeinigen Hund

Weil er Arbeitsabläufe in einer Werbeagentur gestört haben soll, hat ein Gericht Büroverbot für einen dreibeinigen Hund ausgesprochen. Andere Arbeiter hätten sich in seiner Gegenwart nicht mehr wohlgefühlt.

Die dreibeinige Hündin Kaya liegt vor einem Saal des Arbeitsgerichts in Düsseldorf. dpa

Die dreibeinige Hündin Kaya liegt vor einem Saal des Arbeitsgerichts in Düsseldorf.

DüsseldorfEine Mitarbeiterin einer Düsseldorfer Werbeagentur ist mit dem Versuch gescheitert, ein Büroverbot für ihren dreibeinigen Hund vor Gericht zu Fall zu bringen. Der Arbeitgeber habe der Frau zu Recht das Mitbringen des Hundes untersagt, urteilte am Mittwoch das Arbeitsgericht Düsseldorf. Der aus Russland stammende Mischlingshund habe in der Vergangenheit Arbeitsabläufe in der Werbeagentur gestört.

Die Klägerin hatte in dem Verfahren vergeblich geltend gemacht, dass ihr Hund niemanden bedrohe. Auch verstoße seine Verbannung aus dem Büro gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung, denn andere Mitarbeiter der Agentur dürften ihre Hunde zur Arbeit mitbringen. Dagegen befand das Gericht, Kollegen der Klägerin hätten sich wegen des später verbannten Hundes an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr wohlgefühlt. Daher könne der Arbeitgeber dem Hund den Zutritt zum Büro versagen - auch wenn er anderen Beschäftigten das Mitbringen von Hunden gestatte.

Im Verlauf des Verfahrens hatte sich das Düsseldorfer Gericht im Verhandlungssaal selbst ein Bild des dreibeinigen Hundes gemacht. Gegen das Urteil kann die Hundebesitzerin Berufung beim Landesarbeitsgericht einlegen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Agip

04.09.2013, 18:29 Uhr

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