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08.05.2013

17:24 Uhr

Gesetzesentwurf der EU

Jeder Europäer soll Bankkonto eröffnen können

In der EU soll jeder Bürger das Recht auf ein eigenes Konto erhalten. Das will die europäische Kommission mit einem neuen Gesetzesentwurf durchsetzen. Auch der Wechsel von einer Bank zur anderen soll einfacher werden.

Geht es nach dem Willen der EU, soll künftig jeder EU-Bürger ein Girokonto eröffnen können. dpa

Geht es nach dem Willen der EU, soll künftig jeder EU-Bürger ein Girokonto eröffnen können.

BrüsselMillionen Europäer können kein Konto eröffnen. Die EU-Kommission will das ändern: Sie legte am Mittwoch einen Gesetzesvorschlag vor, der jedem mit Wohnsitz in der EU das Recht auf ein eigenes Girokonto sichern soll. „Nur aus schwerwiegenden Gründen“ wie Geldwäsche sollten Banken Interessenten mit Wohnsitz in der EU zurückweisen können, erklärte EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg. Er stellte die Vorschläge gemeinsam mit seinem Binnenmarktkollegen Michel Barnier vor.

Ohne Konto sei das Leben voller Hindernisse, erklärte Barnier: „Wie soll man Lohn erhalten, seine Steuern zahlen, wie online einkaufen, wenn man kein Bankkonto hat?“ Mindestens eine Bank pro EU-Staat soll deshalb den Plänen zufolge in Zukunft ein Basiskonto mit grundlegenden Zahlungsfunktionen anbieten – also Lastschriften, Überweisungen oder auch Online-Zahlungen.

Einmal im Jahr sollen die Banken ihren Kunden zudem eine Übersicht geben über die angefallenen Gebühren. Auf Wunsch sollten die Geldhäuser auch eine Erklärliste mit gängigen Fachbegriffen liefern. Damit Verbraucher Banken besser vergleichen können, müssten die Geldhäuser Gebührenübersichten erstellen. Unabhängige Vergleichswebsites sollen den Überblick erleichtern.

Den Bankwechsel will die EU-Kommission schnell und schmerzlos machen. Innerhalb von 15 Tagen soll der Giro-Umzug möglich sein, zwischen Banken in verschiedenen EU-Ländern innerhalb von 30 Tagen. Solche Erleichterungen seien dringend nötig, befand die europäische Verbraucherschutzorganisation Beuc. „Wechselquoten sind in Europa sehr niedrig“, erklärte Beuc-Chefin Monique Goyens.

Auch Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) befürwortete den Brüsseler Vorschlag. „Wer heute keine Kontoverbindung vorweisen kann, erhält oftmals keinen Miet- oder Arbeitsvertrag“, erklärte die Ministerin. Auch in Deutschland verwehrten einige Banken Kunden ein Konto.

Am häufigsten scheitere die Kontoeröffnung in Europa am fehlenden Wohnsitz, erläuterte ein Experte der EU-Kommission. Ein Wohnsitz in der EU ist allerdings auch im Vorschlag der Behörde vorgesehen. Die Gesetzespläne benötigen die Zustimmung von Europaparlament und EU-Staaten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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contrarian

08.05.2013, 18:05 Uhr

Oh, so liberal. Man könnte fast vergessen das es kein Bankgeheimnis dafür aber den automatischen Informationsaustausch gibt. Ach wie gut das niemand weiss.... .

Früher vor den Machtergreifung der EU konnte man sich noch um seine Angelegenheiten kümmern. Heute kümmern sich die Eurokraten. Demokratie passè Bürokratur olé!!!

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