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12.10.2015

14:38 Uhr

Identitätsdiebstahl

Tausende Onlineshops mit gestohlenen Namen angemeldet

Laut eines Berichts des NDR haben Betrüger die Daten von tausenden Menschen gestohlen: Damit geben sie im Netz Bestellungen auf oder eröffnen gefälschte Online-Shops. Verbraucherschützer raten zur Strafanzeige.

Falsche Online-Shops: Plagiate von Turnschuhen, Handtaschen oder Sonnenbrillen. dpa

Identitätsdiebstahl

Falsche Online-Shops: Plagiate von Turnschuhen, Handtaschen oder Sonnenbrillen.

BerlinDie Daten zahlreicher Internetnutzer sind nach einem Medienbericht missbraucht worden, um Onlineshops zu eröffnen. Wie der Radiosender NDR Info am Montag berichtete, werden über diese Internetseiten gefälschte Produkte bekannter Marken angeboten. Auch Deutsche seien betroffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) konnte die Angaben nicht bestätigen. Die Verbraucherzentrale NRW riet Betroffenen zur Strafanzeige.

Laut NDR Info sind in Europa und den USA tausende Menschen und in Deutschland einige hundert von dem Identitätsdiebstahl betroffen. Die Bestohlenen hätten Namen, Adresse und Kreditkartennummer bei Bestellungen in Onlineshops angegeben - Wochen oder Monate später seien mittels dieser Daten neue derartige Internetseiten angemeldet worden. Dort würden Plagiate von Turnschuhen, Handtaschen oder Sonnenbrillen großer Markenhersteller angeboten. Die anonymen Verkäufer säßen offenbar in China.

Den NDR-Recherchen zufolge ist die Anzahl solcher mit falschen Identitäten angemeldeten Internetshops in den vergangenen Monaten geradezu explodiert. In den USA gebe es bereits mehrere Sammelklagen von Markenherstellern wie Adidas oder Michael Kors, die sich auch gegen diejenigen richteten, auf deren Namen die Seiten angemeldet seien.

Das BSI konnte die in dem Bericht gemachten Angaben nicht bestätigen. Es lägen zu dieser Betrugsmasche "kaum Informationen" vor, sagte ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur AFP. Auch die Juristin Miriam Rusch von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sagte AFP, derartige Fälle seien ihr nicht bekannt. Betroffene sollten in jedem Fall zur Polizei gehen und Anzeige erstatten.

Von

afp

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