Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.04.2014

11:54 Uhr

Immobilien

BGH begrenzt Schadenersatz bei Hauskauf

Der BGH hat den Schadenersatz bei Grundstücken und Häusern begrenzt. Es komme aber auf die Umstände des Einzelfalls an, hieß es. Eine Klägerin hatte ein marodes Haus gekauft und 500.000 Euro Schadenersatz verlangt.

Eine Frau kaufte ein Haus für 260.000 Euro und verlangte später einen rund doppelt so hohen Schadensersatz. Der BGH entschied nun, dass die Entschädigung nicht höher sein darf als der Grundstückswert. dapd

Eine Frau kaufte ein Haus für 260.000 Euro und verlangte später einen rund doppelt so hohen Schadensersatz. Der BGH entschied nun, dass die Entschädigung nicht höher sein darf als der Grundstückswert.

KarlsruheDer Bundesgerichtshof hat in einem Grundsatzurteil den Schadenersatz beim Verkauf von Grundstücken und Häusern begrenzt. Wenn die Kosten für die Beseitigung eines Mangels – beispielsweise bei Hausschwamm – unverhältnismäßig hoch sind, ist der Schadenersatz des Verkäufers auf den Betrag begrenzt, den das Grundstück weniger wert ist (Az. V ZR 275/12).

Bei der Frage, ob die Beseitigungskosten unverhältnismäßig sind, komme es auf die Umstände des Einzelfalls an, entschied der BGH in dem am Freitag verkündeten Urteil. Das kann der Fall sein, wenn die Reparaturkosten mehr als doppelt so hoch sind wie die Wertminderung oder wenn die Reparatur mehr kostet als das Grundstück in mangelfreiem Zustand wert ist.

Im konkreten Fall hatte die Klägerin für 260.000 Euro ein Mietshaus in Berlin-Kreuzberg gekauft. Sie fordert rund 500.000 Euro Schadenersatz für die Beseitigung von Hausschwamm. Vor dem Kammergericht Berlin hatte sie damit Erfolg. Der BGH hob das Urteil auf und verwies die Sache zur neuen Verhandlung zurück.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

04.04.2014, 20:01 Uhr

Wenn das Haus mit Schwamm noch über 500000 Euro wert ist und der Käufer das Haus zum Schnäppchenpreis von 260000 Euro erworben hat, worin besteht da ein Anspruch auf Schadenersatz. In diesem Falle ist doch nach normalem Menschenverstand der Verkäufer der Dumme. Der Käufer wollte ja in diesem Falle noch 500000 Euro obendrauf.

Wäre ein Urteil zur Rückabwicklung des Kaufs nicht besser gewesen?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×