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11.05.2011

20:00 Uhr

Insideraffaire Rajaratnam

Der Milliarden-Jongleur soll ins Gefängnis

Er war einer der ganz Großen in der Finanzwelt. Nun endet der schillernde Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnams wohl im Gefängnis - wegen dem größten Fall von Insiderskandal, den die Wall Street je gesehen hat.

Raj Rajaratnam verlässt das Gericht in Manhattan. Quelle: dapd

Raj Rajaratnam verlässt das Gericht in Manhattan.

New YorkDie Verbrecher in Nadelstreifen müssen sich warm anziehen: Mit dem Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam soll eine bekannte Figur der Wall Street ins Gefängnis. Nach Ansicht eines New Yorker Gerichts hat er verbotene Aktiengeschäfte betrieben. Das Urteil ist eine Warnung an die Finanzgemeinde. Mit dem Schuldspruch endete ein monatelanges Verfahren, das die Wall Street im Atem gehalten hatte wie kaum ein zweites.

Der größte Fall von Insiderhandel an der Wall Street endet für den Hauptangeklagten wohl im Gefängnis. Ein Gericht in New York hat den Hedgefonds-Gründer und Milliardär Raj Rajaratnam in allen Punkten für schuldig befunden. „Die Botschaft des heutigen Tages ist klar: Es gibt Regeln und Gesetze, und die gelten für jedermann“, triumphierte Bundesstaatsanwalt Preet Bharara am Mittwoch in Downtown Manhattan, nur wenige Schritte vom legendären Finanzbezirk entfernt.

Bharara hat sich zum Ziel gesetzt, die Verbrecher in Nadelstreifen zur Strecke zu bringen. Bislang tat sich die Justiz bei komplizierten Finanzdelikten schwer, den Verantwortlichen ihre Taten nachzuweisen. Von den Bankchefs, die die Finanzkrise mitverschuldeten, laufen alle noch frei herum. Im Fall des 53-jährigen Rajaratnam setzte die Staatsanwaltschaft nun Methoden ein, die sie sonst eher für die organisierte Kriminalität benutzt: Tonbandaufnahmen.

Ermittler hatten Verdacht geschöpft und Rajaratnams Telefon angezapft. Vor Gericht spielten diese Mitschnitte eine zentrale Rolle. Auf den Bändern war zu hören, wie Rajaratnam mit seinen Kontaktleuten spricht und sich streng vertrauliche Firmeninterna beschafft, etwa die neuesten Geschäftszahlen oder Übernahmepläne. Ende 2009 ließen die Ermittler Rajaratnam dann hochgehen.

Seit März stand Rajaratnam vor Gericht - und die Wall Street fieberte mit. Rajaratnam hatte nach Ansicht der Jury in der Finanzmetropole und darüber hinaus ein dichtes Netz an Informanten aufgezogen; seine Kontakte reichten bis ins Management großer US-Konzerne. 46 Männer und Frauen stehen unter Verdacht, Komplizen gewesen zu sein; 34 davon sind mittlerweile verurteilt. Und nun „Raj“ selbst.

Kommentare (1)

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13.05.2011, 16:29 Uhr

Hedgefondsmanager - Mafiaboss

Wer erkärt mir den Unterschied ?

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