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22.03.2012

10:08 Uhr

Internet

Betreiber von Abofallen verurteilt

Ein 28-Jähriger betrog mit sechs Helfern insgesamt rund 65.000 Nutzer. Dabei verursachten sie einen Schaden von mindestens 4,5 Millionen Euro. Vor dem Hamburger Landgericht fiel jetzt das Urteil.

In Handschellen wird der Hauptangeklagte im Prozess um einen groß angelegten Internet-Betrug mit sogenannten Abofallen am Mittwoch (21.03.2012) im Landgericht in Hamburg vorgeführt. dpa

In Handschellen wird der Hauptangeklagte im Prozess um einen groß angelegten Internet-Betrug mit sogenannten Abofallen am Mittwoch (21.03.2012) im Landgericht in Hamburg vorgeführt.

HamburgDas Hamburger Landgericht hat den Betreiber einer Abofallen-Internetseite wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Sechs weitere Beteiligte verurteilten die Richter am Mittwoch nach Angaben des Gerichts zu Bewährungs- und Geldstrafen. Der 28-jährige Hauptangeklagte hatte mit Unterstützung seiner Helfer eine Seite für Software-Downloads erstellt, um Nutzer im Netz zur Anmeldung zu verleiten. Danach forderte er plötzlich Geld für den angeblich kostenpflichtigem Service.

Nach Feststellung des Gerichts betrogen die sieben Angeklagten über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit verschiedenen Unternehmen rund 65.000 Nutzer. Dabei verursachten sie einen Schaden von mindestens 4,5 Millionen Euro. Die Richter werteten das Vorgehen des Seitenbetreibers als gewerbsmäßige Kriminalität, da er nur kostenlos verfügbare Software - sogenannte Freeware - anbot und Hinweise auf die vermeintliche Kostenpflichtigkeit seines Angebots absichtlich so auf der Homepage verstecke, dass niemand sie sah. Dass der Mann und seine Helfer den Opfern bei Zahlungsaufforderungen anschließend trotzdem weismachen wollten, es sei ein gültiger Vertrag geschlossen worden, sei als Betrug zu werten.

Von

afp

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.03.2012, 10:35 Uhr

ich muss sagen das diese Internetbetrüger sehr billig davongekommen sind. Mich würde interessieren ob sie Ihre Millionen behalten durften.

HannesR

22.03.2012, 10:41 Uhr

Warum werden hier nach erfolgreicher Verurteilung nicht die Namen der Betrüger und deren Firmen genannt?

Beteiligte-Firmen

23.03.2012, 09:21 Uhr

Es waren die Betreiber der Onlineportale www.99downloads.de und www.online-downloaden.de , die sich für ihre kriminellen Machenschaften vor dem Landgericht Hamburg verantworten mussten

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