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06.01.2016

13:37 Uhr

Kampf gegen Marktmissbrauch

Neue EU-Finanzmarktregeln ab Juli auch in Deutschland

Die EU will stärker gegen Insiderhandel und Kursmanipulationen vorgehen. Entsprechende Finanzmarktregeln gelten von Juli an auch in Deutschland. Für die Finanzaufsicht bedeutet das: Mehr Macht.

Das Bundeskabinett billigte einen Gesetzentwurf, mit dem unter anderem die Marktmissbrauchsrichtlinie und -verordnung der EU in nationales Recht umgesetzt werden können. dpa

Frankfurter Bankentürme

Das Bundeskabinett billigte einen Gesetzentwurf, mit dem unter anderem die Marktmissbrauchsrichtlinie und -verordnung der EU in nationales Recht umgesetzt werden können.

BerlinDie Transparenz auf den Finanzmärkten sowie der Anlegerschutz werden weiter verbessert. Von Juli an sollen auch in Deutschland die EU-Finanzmarktregeln gegen Insiderhandel und Kursmanipulationen gelten. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf, mit dem unter anderem die Marktmissbrauchsrichtlinie und -verordnung in nationales Recht umgesetzt werden können.

Damit werden die Regeln auf neue Technologien im Geschäft mit Finanzprodukten wie dem extrem schnellen Hochfrequenzhandel angepasst und auf weitere Märkte erweitert. Die Finanzaufsicht erhält zudem weitere Überwachungs- und Eingriffsbefugnisse bei Marktmissbrauch. Die Sanktionsmöglichkeiten bei Insiderhandel und Marktmanipulation werden in der EU vereinheitlicht und verschärft.

Dies ist auch eine Reaktion auf die milliardenschwere Manipulation wesentlicher Referenzzinsen, den sogenannten Libor-Skandal.

Von

dpa

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