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19.07.2011

14:46 Uhr

Kapitalertragsteuer

Wenn steuerfreie Dividenden nicht steuerfrei sind

Müssen Unternehmen ihre Dividenden über Grenzen hinweg zahlen, kommen sie in eine steuerliche Zwickmühle. Die Politik sollte das ändern.

Fließen Dividenden über Grenzen hinweg, wird es bei der Steuer kompliziert.

Fließen Dividenden über Grenzen hinweg, wird es bei der Steuer kompliziert.

BonnBei Kapitalgesellschaften sind Dividenden grundsätzlich von der Körperschaftsteuer freigestellt. Dennoch muss in aller Regel die ausschüttende Kapitalgesellschaft für die ausgeschüttete Dividende eine Kapitalertragsteuer einbehalten und abführen. Hierbei handelt es sich um eine Vorauszahlung auf die Körperschaftsteuer der Anteilseignerin.

Bei einer inländischen Kapitalgesellschaft entstehen hierdurch keine Probleme, weil die auf die Ausschüttungen einbehaltene und abgeführte Kapitalertragsteuer auf die Körperschaftsteuer angerechnet beziehungsweise erstattet werden kann.

Schwieriger wird dies, wenn ausländische Kapitalgesellschaften die Anteile halten: Bei Ausschüttungen über die Grenze - etwa wenn die inländische Tochtergesellschaft Gewinne an ihre ausländische Muttergesellschaft ausschüttet - müssen die Unternehmen erhebliche bürokratische Hürden überwinden, um die Besteuerung der Dividende zu vermeiden. Hier muss das Bundeszentralamt für Steuern in Bonn eingeschaltet werden. Das Amt erteilt auf Antrag der ausländischen Gesellschaft entweder eine Freistellungsbescheinigung - dann muss sie überhaupt keine Kapitalertragsteuer einbehalten und abführen. Oder die einbehaltene und abgeführte Kapitalertragsteuer wird auf Antrag im Nachhinein erstattet. Diese Freistellung oder Erstattung funktioniert allerdings nur dann, wenn die ausländische Muttergesellschaft innerhalb der EU ansässig ist.

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