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06.05.2014

11:14 Uhr

Kein Schadenersatz

Vorsicht vor bissigen Geldautomaten

Mit der ganzen Hand in das Ausgabefach des Geldautomaten zu greifen, kann gefährlich sein. Ein 62-Jähriger hat sich dabei einen Finger gebrochen. Auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld hoffte er aber vergeblich.

Bankkunden sollten Geldscheine besser nur mit spitzen Fingern aus dem Automaten entnehmen. dpa

Bankkunden sollten Geldscheine besser nur mit spitzen Fingern aus dem Automaten entnehmen.

DüsseldorfBeim Geldabheben sollten Bankkunden vorsichtig sein. Ein 62-Jähriger aus Hagen hat sich dabei einen Finger gebrochen. Er hatte sich verletzt, als er das Geld aus dem Schacht des Automaten nehmen wollte. Das Ausgabefach des Automaten habe sich beim Entnehmen der Geldscheine geschlossen, so der Eisdielen-Besitzer. Dadurch seien seine Finger gequetscht und der Mittelfinger gebrochen worden.

Von der Düsseldorfer Targobank als Aufsteller des Automaten hatte er deshalb 5000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld verlangt. Diese Klage ist jedoch am Dienstag vor dem Düsseldorfer Landgericht gescheitert. Die beklagte Targobank habe ihre Pflichten zur Wartung und Kontrolle des Geldautomaten erfüllt, urteilten die Richter. Sie sei nicht verpflichtet, ihre Kunden „vor fernliegenden und nicht absehbaren Gefahren“ zu schützen.

So erkennen Sie falsche Banknoten

Fühlbare Schrift

Auf der Vorderseite der Geldscheine sind erhabene Teile des Druckbildes zu fühlen (Schriftzug „BCE ECB EZB EKT EKP“ am oberen Rand).

Wasserzeichen

Hält man den Geldschein gegen das Licht, ist im unbedruckten Bereich ein Wasserzeichen zu erkennen.

Hologramme

Beim Kippen der Banknote verändern sich die Hologrammelemente.

Glanzstreifen

Auf der Rückseite der Banknote befindet sich ein Perlglanzstreifen mit dem Wert des Geldscheins (Scheine bis 20 Euro) oder die rechte Wertzahl wechselt beim Kippen der Noten die Farbe (Scheine ab 50 Euro).

Vergleichen

Wer unsicher ist, ob eine Banknote echt ist, sollte sie mit einem anderen Geldschein vergleichen, etwa einem, der von einem Geldausgabeautomaten ausgezahlt wurde.

Insbesondere habe sie nicht voraussehen müssen, dass ein Kunde mit seiner ganzen Hand in das Geldausgabefach greift. Schließlich würden Geldscheine bei der Ausgabe „etwa daumendick über die Klappe aus dem Ausgabeschacht hinausgeschoben“. Der Kläger habe auch nicht bewiesen, dass es bei dem Geldautomaten bereits in der Vergangenheit zu einer vergleichbaren Betriebsstörung gekommen sei, die die Bank zum Handeln
hätte veranlassen müssen (Az. 6 O 330/13). Gegen das Urteil des Landgerichts ist Berufung möglich.

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