Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.08.2015

08:50 Uhr

Krebsverdacht

Foodwatch warnt vor Glyphosat

Glyphosat wird in der Landwirtschaft und im Gartenbau zur Unkrautbekämpfung verwendet. Doch der Wirkstoff ist umstritten: Foodwatch und die Weltgesundheitsorganisation gehen davon aus, dass das Mittel krebserregend ist.

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. dpa

Ein Bauer besprüht sein Feld

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln.

BerlinVor der Entscheidung über den weiteren Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in der EU warnt die Verbraucherorganisation Foodwatch vor einer neuen Zulassung. „Glyphosat steht unter Krebsverdacht“, sagte Vizegeschäftsführer Matthias Wolfschmidt der Deutschen Presse-Agentur. „Solange die Sicherheit von Glyphosat nicht belegt ist, darf es nicht mehr auf die Äcker kommen.“

Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO hält das Mittel nach Auswertung zahlreicher Studien für wahrscheinlich krebserregend. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte es in seiner jüngsten Bewertung dagegen als unbedenklich eingestuft.

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln und wird in der Landwirtschaft und im Gartenbau vor der Aussaat zur Unkrautbekämpfung verwendet. Die Genehmigung in der Europäischen Union läuft Ende 2015 nach zehn Jahren aus, über eine Erneuerung muss die EU-Kommission entscheiden.

Zentral dafür ist laut Foodwatch die Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), die bis Donnerstag kommender Woche (13. August) erwartet wird. Foodwatch will deshalb an diesem Mittwoch eine E-Mail-Aktion starten und an Efsa-Direktor Bernhard Url appellieren, die Neuzulassung zu stoppen.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Hans Brandl

05.08.2015, 15:17 Uhr

Nachdem die Patente von Glyphosat seit ca. 5 Jahren abgelaufen sind und vor allem die chinesischen Hersteller dieses Herbizid inzwischen zum Spottpreis liefern, wird es Zeit diesem Preisverfall zu stoppen! Es ist interessant wie hier die/der Hersteller eines Konkurrenzprodukts mit dem grün-braunen Medienkomplex zusammenarbeiten um wieder ein gehobenes Preis- und Ideologie-Niveau realisieren zu können (Auf der grün-braunen Seite meint man zudem mit einem Verbot herbizid-resistente moderne Pflanzenzüchtungen (aka gentechnisch verändert ) stoppen zu können, was aber nicht gelingen wird).
Liebes HBO , mich würde jetzt interessieren von wem Sie für den Artikel entlohnt werden ? Von Greenpeace als Vermittler oder vom Konkurrenzhersteller direkt ? Oder haben sie sich etwa die Provision entgehen lassen ? .

Zum Komplex Glyphosat noch etwas Hintergrund:
http://ludgerwess.com/ein-stapel-von-beweisen-glyphosat-und-krebsrisiko/

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×