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03.03.2011

14:04 Uhr

Markus Frick

Prozess gegen Aktien-Tippgeber

Fernseh-Moderator Markus Frick steht vor Gericht - er soll Aktien-Tipps manipuliert haben. Von den falschen Renditeversprechen sollen 20.000 Menschen betroffen sein.

Autor und Moderator Markus Frick in Berlin vor Gericht. Quelle: dpa

Autor und Moderator Markus Frick in Berlin vor Gericht.

BerlinDer aus TV-Börsensendungen bekannte Markus Frick muss sich seit Donnerstag wegen manipulierter Aktien-Tipps vor einer Wirtschaftskammer des Berliner Landgerichts verantworten. Die Anklage wirft dem 38-Jährigen vor, mit absichtlich falschen Hinweisen auf vermeintlich lukrative Wertpapiere Tausenden Anlegern Totalverluste beschert zu haben. Von Fricks falschen Renditeversprechen sollen 20 000 Menschen betroffen sein, die auf seine Empfehlung hin 760 Millionen Aktien orderten. Der gelernte Bäcker hatte bei einem Fernseh-Nachrichtensender bis 2007 eine Börsenshow moderiert.

Frick gab auch Börseninformationsdienste heraus und arbeitete als Autor. Das ihm angelastete Betrugsmodell heißt im Fachjargon „Scalping“ (zu Deutsch etwa „Skalpieren“, „Das Fell über die Ohren ziehen“). Der mutmaßliche Ablauf: Frick soll Aktien empfohlen haben, die er über eine Treuhandgesellschaft auch selbst besaß. Die nach seinen Tipps boomenden Kurse soll der Manager dann im großen Stil für den Verkauf der eigenen Papiere genutzt haben, bevor die Kurse abstürzten. Strohmänner sollen Frick laut Staatsanwaltschaft geholfen haben. Die am Donnerstag verlesene Anklageschrift umfasst 335 Seiten.

Von

dpa

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