Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.06.2013

15:46 Uhr

Medienbericht

Banken haben trickreich Milliarden an Steuern gespart

Mit trickreichen Aktiengeschäften haben Banken und Aktienhändler offenbar Steuern in Milliardenhöhe gespart. Erst 2012 soll der Bund reagiert darauf reagiert und dieses Schlupfloch gestopft haben.

Jahrelang sollen Banken und Aktienhändler durch trickreiche Aktiengeschäfte Milliarden am Finanzamt vorbeigeschleust haben. dpa

Jahrelang sollen Banken und Aktienhändler durch trickreiche Aktiengeschäfte Milliarden am Finanzamt vorbeigeschleust haben.

BerlinBanken und Händler sollen den Fiskus jahrelang mit trickreichen Aktiengeschäften um Milliardensummen geprellt haben. Der entstandene Schaden für die Steuerzahler werde auf mehr als zwölf Milliarden Euro geschätzt, berichtete die Zeitung „Die Welt“ (Freitag) unter Berufung auf Branchenkreise und Finanzbehörden. Der Bund habe lange nichts unternommen und das Steuerschlupfloch erst 2012 geschlossen. Das Bundesfinanzministerium wies diesen Vorwurf zurück. Man sei diesen Geschäften mit Verordnungen und Gesetzen frühzeitig entgegengetreten, hieß es auf Anfrage.

Neu sind die Vorwürfe nicht. In den Ländern laufen dazu seit längerem Ermittlungen. Banken und Händler sollen kurz vor den Dividendenstichtagen von Unternehmen - bei denen Gewinne an die Anteilseigner ausgeschüttet werden - massenhaft Aktien ge- und verkauft haben, um fällige Kapitalertragssteuern mehrfach von den Finanzämtern erstattet zu bekommen.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Mr.Fagin

14.06.2013, 17:29 Uhr

HB:Schaden für den Steuerzahler!

Nonsense! Steuerschlupflöcher sind nicht illegal und ein Unternehmen ist verpflichtet den Steueraufwand im Sinne des unternehmerischen Erfolges zu optimieren. Daher kann von geprellt und betrogen keine Rede sein.

Der Schaden durch den Steuerzahler entsteht durch die generell extrem hohe Steuer- und Abgabenquote in D ohne adäquate Gegenleistung. Hier ist D Weltspitze. In den skandinavischen Ländern, die zugegeben eine hohe Steuerbelastung aufweisen, ist in den Steuern die soziale Absicherung(ALG, Rentenversicherung, KV) integriert.

Dann der Steuerbetrug des deutschen Finanzamtes durch Ignoranz der Kalten Progression Einkommenssteuer.Diese diskrete permanente Steuererhöhung betrifft die Unternehmen nur indirekt, etwa durch reduziertes Konsumverhalten.

In einen Hochsteuerland wie Deutschland sollte eine Wirtschaftszeitung mehr Verständnis für Unternehmen und Steuerzahler zeigen. Oder ist das HB Sprachrohr des Finanzamtes samt Steuergewerkschaft?

Habnix

14.06.2013, 18:05 Uhr

Ein Steuschlupfloch, das dem, der viel hat, viel gibt, hat dem der wenig hat, ungerechterweise viel genommen.

Was nützt einem Land oder der Welt die Unternehmen die durch ein Steuerschlupfloch weiter existieren können, wenn es dadurch den Verbraucher nicht mehr gibt ?

Aber die Quadratur des Kreises ist unendlich.Zwar ist die Kreiszahl Pi ein Konstante aber deren Ende lässt sich nicht finden.

Preempalver

25.06.2013, 12:31 Uhr

Man sollte sich auch einmal auf der Zunge zergehen lassen, wie lange der Gesetzgeber und die Finanzverwaltung gebraucht haben, sich des Themas anzunehmen.

Regelung in 2002: günstig für den Steuerpflichtigen :-)
Korrektur in 2007: Fehlerhaft.... immer noch sehr günstig für den Steuerpflichtigen und Kenner der Regelungen...
Korrektur und schließen des "Schlupfloches: 2012!!!

Mindestens 5 Jahre geduldetes "Schlupfloch".... Jeder Manager / Geschäftsführer, der solche offenen Flanken über einen solchen Zeitraum in seinem Unternehmen dulden würde, bekäme ein ernstes Problem.

Jetzt aber ruft die Politik "Steuerhinterziehung".... Kann doch wohl nicht wahr sein. Hätte man vielleicht schneller sein müssen... ;-)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×