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16.02.2012

13:33 Uhr

Neues Warnsystem

Schufa will vor Datenmissbrauch im Netz schützen

Sensible Daten können in den falschen Händen richtig teuer werden - gerade im Internet nimmt die Kriminalität mit persönlichen Information zu. Die Schufa bietet ein neues Warnsystem gegen Datenmissbrauch im Internet an.

Die Schufa bietet einen neuen Schutz vor Datenmissbrauch im Internet. Schufa Holding AG

Die Schufa bietet einen neuen Schutz vor Datenmissbrauch im Internet.

BerlinDie Wirtschaftsauskunftei Schufa will ihren Kunden künftig dabei helfen, ihre von Fremden ins Internet gestellten persönlichen sensiblen Daten ausfindig zu machen. „Wir wollen, dass die Menschen wissen, was mit ihren Daten passiert“, sagte Schufa-Chef Michael Freytag am Donnerstag in Berlin. Damit reagiert das Unternehmen, das sonst unter anderem Auskunft zur Kreditwürdigkeit erteilt, auf den zunehmenden Missbrauch mit gestohlenen Kontodaten und anderen persönlichen Angaben.

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik werden in Deutschland pro Minute zwei solcher Fälle verzeichnet. Die Straftaten im Internet sind laut Bundeskriminalamt im letzten Jahr um rund 19 Prozent gestiegen. Nach einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Schufa sind sich mehr als 70 Prozent der Webnutzer in Deutschland unsicher, ob ihre Daten im Netz genügend geschützt sind.

Mit dem kostenpflichtigen Warnsystem Schufa-Ident-Safe sollen öffentlich zugängliche Internetseiten darauf untersucht werden, ob dort Name, Adresse, Kontaktdaten sowie Personalausweis-, Konto- oder Kreditkartennummern hinterlegt sind. Diese Angaben müssen Nutzer vorher der Schufa mitteilen. Gesucht wird jedoch nicht in geschlossenen Netzwerken wie etwa Facebook oder Internetforen. Ähnliche kommerzielle Dienste gibt es bereits von anderen Anbietern.

Bei einem Missbrauch informiert die Schufa den Nutzer und fordert den Webseiten-Betreiber auf, die Daten zu löschen. Dabei wird vor allem auf deren Kooperationswillen gesetzt. Steht der Server aber im Ausland und weigert sich der Betreiber, die sensiblen Informationen zu löschen, ist auch die Schufa machtlos.

Von

dpa

Kommentare (1)

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s.maier75

17.02.2012, 18:21 Uhr

Es wird, dass sich jemand um die Sicherheit der Internetnutzer kümmert (http://theeuropean.de/politikdialog/9586-trend-zur-sicherheit-aus-der-cloud)

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