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18.07.2016

14:05 Uhr

Schüler und Studenten

So bleibt der Ferienjob steuerfrei

VonConstanze Elter

In den Ferien suchen viele Schüler einen Nebenjob, auch Studierende verdienen gerne etwas dazu. Aushilfen müssen auf ihren Lohn meist Steuern zahlen – aber diese Abgaben können sie sich häufig einfach zurückholen.

Über die Steuererklärung können sich Studierende ihre Abgaben häufig zurückholen. picture-alliance

Studentenjobs

Über die Steuererklärung können sich Studierende ihre Abgaben häufig zurückholen.

KoblenzKnapp zwei Drittel aller Studierenden verdienen sich nach Informationen des Deutschen Studentenwerks etwas hinzu. Und zum Auftakt der Sommerferien machen sich auch viele Schüler auf die Suche nach einem Aushilfsjob.

Ob und wie viel Steuern und Sozialbeiträge sie zahlen müssen, hängt vor allem von der Art der Beschäftigung ab. Darauf weist aktuell das Landesamt für Steuern Rheinland-Pfalz hin. Damit möglichst viel vom Nebenjob auf dem eigenen Konto bleibt, sollten Studierende auf Art und Umfang der Beschäftigung achten.

Studenten, die einen Minijob übernehmen, haben mit der Sozialversicherung fast nichts zu tun. Die Beiträge dafür übernimmt pauschal der Arbeitgeber, die Studierenden können kostenlos in der Familienversicherung der Eltern bleiben. Das ist normalerweise immer dann möglich, wenn sie nicht älter als 25 Jahre sind, noch in der Ausbildung stehen und über kein eigenes Einkommen von mehr als 415 Euro im Monat verfügen.

Wann ist das Kind ein Kind?

Minderjährige

Bei Minderjährigen haben die Eltern immer einen Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag. Egal, ob der Nachwuchs schon berufstätig ist oder nicht.

Volljährige unter 25

Bei volljährigen Kindern, die aber das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gibt es nur unter bestimmten Bedingungen Kindergeld, siehe nachfolgend.

Berufsausbildung

Wenn der Nachwuchs eine erste Berufsausbildung macht oder studiert, haben die Eltern weiter Anspruch auf Kindergeld.

Übergangszeit

Zwischen Abitur und Studienbeginn und allgemein zwischen dem Schulabschluss und dem Beginn der Ausbildung liegen oft einige freie Monate. Während einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten wird das Kindergeld weiter gezahlt.

Kein Ausbildungsplatz

Wer seine Berufsausbildung nicht fortsetzen kann, da er keinen Ausbildungsplatz bekommen hat, wird in dieser Zeit mit Kindergeld unterstützt. Allerdings muss der Ausbildungswille da sein.

FSJ und FÖJ

Wenn unter 25-Jährige ein freiwilliges soziales (FSJ) oder ökologisches (FÖJ) Jahr leisten, gibt es währenddessen Kindergeld. Das gilt aber nur bis zum 21. Lebensjahr.

Behinderung

Wenn Sohn oder Tochter wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht selbst für ihren Unterhalt sorgen können, bekommen die Eltern Kindergeld.

Arbeiten die Studenten als Minijobber, erhöht sich die Einkommensgrenze für die Familienversicherung auf monatlich 450 Euro. An der Rentenversicherung kommen Studenten jedoch bei einem Minijob nicht vorbei – es besteht allerdings die Möglichkeit, sich auf Antrag von den Beiträgen befreien zu lassen.

Bei einem Minijob zahlt der Arbeitgeber die Steuern pauschal. Damit ist die Steuerangelegenheit für den Studenten erledigt. Allerdings können auch keine Werbungskosten im Zusammenhang mit dem Nebenjob steuerlich geltend gemacht werden.

Wenn Studierende regelmäßig nebenbei jobben und dabei mehr als 450 Euro im Monat verdienen, kennt das Finanzamt keine Sonderregeln mehr. Das Gleiche gilt für Schüler mit gut dotiertem Nebenjob – auch sie sind dann grundsätzlich steuerpflichtig.

Sobald Schüler oder Studierende mehr als 910 Euro im Monat verdienen, zahlen sie in der Steuerklasse I Lohnsteuer. Der Arbeitgeber behält die Lohnsteuer, gegebenenfalls die Kirchensteuer sowie den Solidaritätszuschlag ein. Ein Beispiel: Ein Schüler jobbt während der Sommerferien im Juli und August als Aushilfe und erhält monatlich 1.400 Euro brutto. Sein Chef zieht 182,38 Euro Abgaben davon ab.

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