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08.07.2015

19:39 Uhr

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage

Infinus-Skandal kommt vor Gericht

Der Finanzkonzern Infinus soll mittels eines Schneeballsystems tausende Anleger geschädigt haben. Zwei Jahre nach Auffliegen des Skandals kommen nun der Gründer des Konzerns und fünf weitere Manger vor Gericht.

Der Gründer des Finanzkonzerns Infinus und fünf weitere Manager kommen vor Gericht. Die Finanzgruppe soll rund 22.000 Anleger um 312 Millionen Euro betrogen haben. dpa

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage

Der Gründer des Finanzkonzerns Infinus und fünf weitere Manager kommen vor Gericht. Die Finanzgruppe soll rund 22.000 Anleger um 312 Millionen Euro betrogen haben.

DresdenDie Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage im Skandal um den Finanzkonzern Infinus erhoben. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch erklärte, wird dem Konzern-Gründer und fünf weiteren Managern „gewerbsmäßiger Betrug im besonders schweren Fall und Kapitalanlagebetrug“ zur Last gelegt. Die Anklage geht demnach von rund 22.000 geschädigten Anlegern und einem Anlangevolumen von 312 Millionen Euro aus. Fünf der Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft – darunter der Firmengründer und Hauptbeschuldigte.

Der Infinus-Skandal war im November 2013 bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft wirft den Managern vor, ein sogenanntes Schneeballsystem betrieben zu haben: Die versprochenen hohen Renditen für die Anleger konnten nur mit dem Geld immer neuer Anleger bezahlt werden. Gewinne des Finanzkonzerns existierten laut Staatsanwaltschaft „lediglich auf dem Papier“.

Beschlagnahmte Vermögenswerte des Infinus-Chefs

Luxuskarossen

Im Ermittlungsverfahren wegen Betrugs wurden Vermögensgegenstände des Beschuldigten Jörg Biel, persönlich haftender Gesellschafter der Future Business KGaA gesichert. In der Liste Liste aus dem Bundesanzeiger fanden sich unter anderem einige Autos, etwa einen Bentley Continental GT (Wert: 129.500€), Porsche Cayenne Turbo (Wert: 63.650€) und drei Volvos.

Gold

Biel saß zwischenzeitlich in der Justizvollzugsanstalt Dresden in Untersuchungshaft. Im Sicherungsvermögen befinden sich auch 24 Goldbarren im damilgen Wert von 691 000€

Bargeld

Ausserdem wurde Bargeld in Höhe von 14 380€ sichergestellt.

Aktien

Und tausende Aktien in unterschiedlichen Stückelungen.

Armbanduhren

Die Liste zeigt auch 18 Luxusuhren, unter anderem von Lange & Söhne (Platin), Rolex Oyster Yacht Master und Daytona, Jaeger-Le-Coultre MasterControl. Auch Houte Couture-Ware von Gucci oder Cartier war dabei.

Motorboote

Die Staatsanwälte sicherten auch zwei Motorboote. Eine Frauscher Benaco 909 „Maurice" (Wert: 250 000€) und eine Atlantis 47 HT „Princess II" (Wert: unbekannt).

Bei Durchsuchungen im November 2013 stellten die Behörden insgesamt knapp 24.000 Aktenordner sowie elektronische Datenträger mit einem Gesamtvolumen von fast 50 Terabyte sicher. Aufgrund des enormen Umfangs sei die Auswertung „außergewöhnlich aufwendig“ gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Von

afp

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