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03.03.2006

17:35 Uhr

Steuerberaterverband

Grundbesitz-Invest-Entschädigung steuerfrei

Die Entschädigung, die die Deutsche Bank Anlegern für Verluste im Zusammenhang mit der Neubewertung des Immobilienfonds Grundbesitz Invest zahlt, muss nach Ansicht des Steuerberaterverbands nicht versteuert werden.

HB FRANBKFURT. Der Präsident des Steuerberaterverbands Berlin-Brandenburg, Wolfgang Wawro, sagte dem Berliner "Tagesspiegel", diese Zahlungen seien steuerlich nicht als Ersatz für entgangene Kursgewinne, sondern als Schadenersatz einzuschätzen. Anders als Kursgewinne müssten Schadenersatzzahlungen nicht versteuert werden. Die Deutsche Bank hatte versprochen, allen Kunden, die Nachteile durch die Neubewertung des offenen Immobilienfonds erlitten haben, den Wertausgleich zu ersetzen.

Die Bank hatte den seit Mitte Dezember eingefrorenen Krisenfonds Grundbesitz-Invest am Freitag wieder geöffnet. Zu den von Branchenexperten befürchteten Mittelabflüssen aus dem Immobilienfonds wollen sich Deutschlands größtes Geldhaus und die Konzerntochter DB Real Estate vorerst nicht äußern. Erst am Monatsende sollen dem Fondsverband BVI die Daten vorgelegt werden.

Am Donnerstag hatte DB Real Estate mitgeteilt, dass der Fonds nach einer erneuten Überprüfung der Immobilien nur moderat um 147 Mill. Euro oder 2,4 Prozent abgewertet werden muss. Damit scheint die Deutsche Bank, die gut 200 Mill. Euro für die Entschädigung von Anlegern zurückgelegt hat, mit einem blauen Auge aus der Krise um den mehr als fünf Mrd. Euro schweren Fonds herauszukommen.

Weil die Investoren eine viel größere Wertberichtigung befürchtet hatten, waren sie im Dezember in Scharen aus dem Fonds geflohen. Dies hatte die Deutsche Bank dazu bewogen, den Fonds dicht zu machen - ein bis dato einmaliger Vorgang hier zu Lande. Damit blieben die 300 000 Eigner monatelang auf ihren Anteilen sitzen. Erst am Freitag konnten sie ihre Anteilsscheine für je 37,17 Euro wieder zurückgeben, am Montag ist dies für 37,16 Euro möglich.

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