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01.01.2009

13:07 Uhr

Steuererklärung 2008

Die wichtigsten Änderungen für Steuerzahler

VonFrank G. Heide

Pendlerpauschale, Altersvorsorge-Beiträge, Spenden und Sparerfreibetrag: Auch für das Jahr 2008 hat der Gesetzgeber wieder einige Änderungen beschlossen, die Steuerzahler für ihre aktuelle Einkommensteuererkläung beachten sollten. Ein Überblick.

Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Die Steuererklärung 2008 bringt nicht allzu viele Änderungen: Haushaltsnahe Dienstleistungen wie Handwerkstätigkeiten sind nun auch abzugsfähig, wenn die Wohnung im EU-Ausland liegt. Absetzbar sind für den Auftraggeber (etwa von Putzdiensten oder Gartenpflege) 20 Prozent der Ausgaben bei einer Obergrenze von 3 000 Euro, maximal also 600 Euro.

Vorsorgesparer können Einzahlungen in einen Riester-Vertrag bis zu 2 100 Euro und Beiträge zur Rentenversicherung, berufsständischen Versorgungseinrichtungen sowie zu einer Rürup-Rente zu 66 Prozent und einem Höchstbetrag von 20 000 Euro jährlich ansetzen. Außerdem gilt nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nun auch wieder die alte Pendlerpauschale. Steuerzahler können in ihrer Steuererklärung 2008 wieder den kompletten Weg zur Arbeit - in einfacher Richtung - geltend machen. Pendlern steht damit eine höhere Erstattung (30 Cent pro Kilometer) zu, und zwar rückwirkend ab dem 1. Januar 2007.

In Sachen Sparerfreibetrag sind seit 2007 insgesamt nur noch 801 Euro (Verheiratete: 1 602 Euro) an Zinsen steuerfrei (750 Euro Freibetrag und 51 Euro Werbungskostenpauschale). Das ist nur noch etwas mehr als die Hälfte des früheren Sparerfreibetrags und dürfte viele Steuerzahler belasten. Alles, was darüber hinausgeht, muss angegeben werden und wird derzeit noch mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

Bei der Einkommensteuererklärung können in diesem Jahr bis zu 2 100 Euro als zusätzliche Altersvorsorgeaufwendungen steuermindernd geltend gemacht werden. Dazu muss der Anleger die Anlage AV mit den Bescheinigungen seines Riester-Anbieters ausfüllen. Das Finanzamt prüft dann, ob über den Anspruch auf Zulage hinaus noch ein steuerlicher Vorteil durch den Sonderausgabenabzug möglich ist. Ist dieser vorteilhafter als die Zulage, fließt zusätzlich eine Steuergutschrift.

Künftig gelten außerdem einheitliche Regeln für alle Arten von Spenden: So können nun stets Spenden in Höhe von bis zu 20 Prozent des gesamten Einkommens von der Steuer abgezogen werden. Für Beträge bis 200 Euro reicht dem Finanzamt als Beleg die Überweisung mit dem Kontoauszug. Spenden, die über diesen Höchstbetrag hinausgehen, können in die folgenden Jahre vorgetragen werden.

Übungsleiter und Ehrenamt: Für nebenberufliche Tätigkeiten wie Jugendtrainer, Erzieher, Pfleger oder Künstler können künftig 2 100 Euro statt bisher 1 848 Euro steuerfrei kassiert werden. Für alle übrigen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen gibt es nun außerdem erstmals ohne Einzelnachweis steuerfrei 500 Euro.

Umzug: Wer beruflich bedingt in eine andere Stadt umzieht, kann diese Kosten bei der Steuer geltend machen. Auch wenn sich die Entfernung zur Arbeitsstätte verkürzt, gilt der Umzug als beruflich veranlasst. Dazu sollten Sie dem Finanzamt aber eine Zeitersparnis von mindestens einer Stunde täglich belegen können. Neben den tatsächlich angefallenen Ausgaben, die per Rechnung nachzuweisen sind, kann der Steuerzahler noch eine Umzugskostenpauschale geltend machen. Die wurde für Inlandsumzüge zum Januar 2008 angehoben: für Ledige von 561 auf 585 Euro (Verheiratete: 1 171 statt 1 121 Euro).

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