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04.04.2012

12:40 Uhr

Steuererklärung 2011

So holen Sie Ihr Geld vom Staat zurück

VonKatharina Schneider

Noch zwei Monate bleiben den Steuerzahlern, um ihre Steuererklärung abzugeben. Wer dem Finanzamt kein Geld schenken will, sollte jetzt handeln. Handelsblatt Online zeigt, worauf man achten muss.

Bis zum 31. Mai 2012 müssen Steuerpflichtige ihre Einkommensteuererklärung für 2011 abgeben. Am Anfang steht die Frage: Mache ich die Erklärung selbst oder engagiere ich einen Experten?

Bis zum 31. Mai 2012 müssen Steuerpflichtige ihre Einkommensteuererklärung für 2011 abgeben. Am Anfang steht die Frage: Mache ich die Erklärung selbst oder engagiere ich einen Experten?

DüsseldorfFormulare ausfüllen, Belege zusammensuchen – das ist keine angenehme Aufgabe, lohnt sich aber fast immer. Im Schnitt bekommen Steuerzahler vom Finanzamt über 800 Euro erstattet. Allerdings nur, wenn Sie ihre Einkommensteuererklärung abgeben. Die Frist dafür läuft.

Nur noch knapp zwei Monate bleiben Steuerzahlern, um die Formulare auszufüllen und einzureichen. Wer keinen Verspätungszuschlag riskieren will, sollte sich ranhalten und die offizielle Frist bis Ende Mai einhalten.

Tipps zur Steuererklärung

Abgabefrist

Wer seine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2015 selbst anfertigt, muss sie bis zum 31. Mai 2016 abgegeben. Wer mehr Zeit braucht, kann beim Finanzamt einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Erledigt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein die Steuererklärung, endet die Frist erst am 31. Dezember 2016.

Nachfragen vermeiden

Damit das Finanzamt die Steuererklärung schnell bearbeiten kann und keine Nachfragen stellen muss, sollten Steuerzahler zu allen Rückforderungen Belege mitschicken. Um die Werbungskosten zu begründen, kann es hilfreich sein, den ausgeübten Beruf möglichst genau anzugeben.

Anleitung zur Steuererklärung

Wer seine Steuererklärung selbst erledigt, sollte auf jeden Fall die Anleitung (von dort aus auf Steuerformular > Einkommensteuer > Einkommensteuer 2014 klicken) lesen, die das Bundesfinanzministerium in seinem Formularkatalog veröffentlicht. Das Finanzamt setzt voraus, dass der Steuerzahler sich diese Anleitung genau durchgelesen hat.

Steuererklärung kopieren

Um den Steuerbescheid später kontrollieren zu können, sollten Steuerzahler eine Kopie ihrer Steuererklärung behalten - entweder gedruckt oder gespeichert als Datei.

Rechtsprechung beachten

Bevor Steuerzahler ihre Erklärung beim Finanzamt abgeben, sollten sie sich über laufende Verfahren zum Steuerrecht informieren. Häufig lässt sich die Rechtsprechung auf den persönlichen Fall übertragen. Auch, wenn ein Sachverhalt noch nicht endgültig geklärt ist, kann es sich lohnen die Ausgaben bei der Steuererklärung geltend zu machen. Bei positivem Prozessausgang besteht auch nach vielen Jahren noch die Chance auf eine Steuererstattung.

Elektronische Übermittlung

Seit 2012 sind sehr viel mehr Steuerzahler verpflichtet, ihre Steuererklärung elektronisch zu übermitteln. Unternehmer müssen nahezu sämtliche Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2011 elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Ausgenommen von dieser Pflicht sind Arbeitnehmer, die keine sogenannten Gewinneinkünfte haben.

Handelsblatt Online zeigt in einem mehrteiligen Spezial zur Steuererklärung 2011, wie Steuerpflichtige bei der Erklärung ihrer Steuern vorgehen sollten, wie Arbeitnehmer möglichst viel Geld vom Finanzamt zurückholen, was Selbständige beachten müssen, wie sich Eltern am besten Unterstützung sichern und welche Sonderregeln es für Immobilienbesitzer und Kapitalanleger gibt.

Bevor sie loslegen, müssen sich Steuerzahler überlegen, ob sie ihre Erklärung alleine machen wollen – und können – oder lieber Hilfe bei einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein suchen. „In den Standardfällen schaffen viele Steuerzahler ihre Einkommensteuererklärung sicherlich gut alleine und müssen keinen Steuerberater engagieren“, rät Wolfgang Wawro, Steuerberater und Vorstandsmitglied des Deutschen Steuerberaterverbandes. Der Rat eines Experten sei jedoch sinnvoll, wenn es durch doppelte Haushaltsführung, Reisekosten oder Selbstständigkeit komplizierter wird.

„Oft ergeben sich im Gespräch mit den Mandanten Möglichkeiten zum Steuernsparen, an die sie alleine gar nicht gedacht hätten“, sagt Wawro. Viele Steuerzahler wüssten beispielsweise nicht, dass sie Reparaturkosten etwa für die Waschmaschine, den Computer und den Fernseher von der Steuer absetzen können. Zwei Feinheiten müsse man aber beachten: Das Gerät muss tatsächlich vor Ort repariert werden, sonst gilt die Reparatur nicht mehr als haushaltsnahe Dienstleistung, und die Rechnung darf nicht bar bezahlt werden. Hintergrund dafür ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit.

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

03.04.2012, 14:28 Uhr

Soll das ein Witz sein? die wollen 6 Monatsgehälter vom Bürger haben und ein paar Pimperlinge soll man dann zurückholen können? Am besten man bringt sein Geld in Sicherheit vor diesem Staat und schützt es gleich noch vor diesem Steuerwahnsinn, der mit "steuern" absolut nichts mehr zu tun hat.

Wenn ich mir die Politik und dieses ganze Getue in Deutschland ansehe, muss ich einfach sagen dass jeder Cent der nicht an diesen Staat geht, ein guter Cent ist. Alles andere ist heute rausgeschmissenes Geld und dient zu absolut gar nichts mehr. Der Staat zockt ab in einer art und Weise dass sogar das alte Raubrittertum blass wird, er lügt und betrügt die Bürger und diese sollen dankend zahlen bis sie schwarz werden, ansonsten droht wie so oft eine harte Strafe? Ne, danke. Kein Geld mehr vom Bürger für diesen Elendsstaat der unser Geld in alle Welt streut.

schorschmeitropfe

03.04.2012, 14:37 Uhr

Respekt @karstenberwanger,... soviel Kurzsichtigkeit und Allgemeinplätze muss man erstmal in einem einzigen Kommentar unterbringen. Leider steht da nichts außer vielen Zeilen verschwendeter Buchstaben. Man fragt sich bestenfalls, warum Sie nicht längst diesem "Elendsstaat" den Rücken gekehrt haben. Tschüß...

Chris

03.04.2012, 15:00 Uhr

wenn man Studiengebühren vor 2 Jahren in der Steuererklärung versucht hat geltend zu machen und diese abgelehnt wurden, kann man diese wieder reakivieren und auf ein Urteil warten????

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