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08.12.2015

09:37 Uhr

Steuererklärung

Schluss mit dem Papierkram

Lästig bleibt sie, doch wenigstens komfortabler soll sie werden: Ab 2022 kann man die jährliche Steuererklärung per Knopfdruck auf digitalem Weg ans Finanzamt schicken. Papierbelege können daheim bleiben.

Immerhin: Das Ende der Steuererklärung auf Papier naht. APN

Post fürs Finanzamt

Immerhin: Das Ende der Steuererklärung auf Papier naht.

BerlinDie Bundesregierung will die jährliche Steuererklärung auf ein vollautomatisches Verfahren umstellen und Bürger und Finanzämter damit entlasten. Nach anderthalbjähriger Debatte zwischen Bund und Ländern will das Bundeskabinett am Mittwoch seinen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens auf den Weg bringen. Ziel ist es, dass die Masse der unkomplizierten Steuererklärungen ab 2022 überwiegend maschinell erledigt wird. Ab dann sollen außerdem Belege wie Spendenquittungen nur noch auf Anforderung ans Finanzamt geschickt werden müssen.

Mit der Reform will die Bundesregierung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen sollen die Bürger jederzeit und papierlos mit dem Finanzamt kommunizieren können. Zum anderen sollen die Finanzbeamten von den Masseverfahren entlastet werden, um sich auf kompliziertere Fälle konzentrieren zu können. „Wir wollen die Bearbeitungszeiten verringert“, hieß es in der Regierung. Bereits 2014 hatte die große Koalition mit dem Einstieg in die vorausgefüllte Steuererklärung einen ersten Schritt hin zu einem vollautomatisierten Verfahren gemacht.

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Die Rechtsgrundlage für die Volldigitalisierung soll zum 1. Januar 2017 stehen und dann bis 2022 flächendeckend umgesetzt werden. Am Ende soll nach den Vorstellungen der Regierung ein Steuerpflichtiger seine Daten im elektronischen Steuersystem „Elster“ beim Finanzamt abrufen, prüfen und in seine digitale Steuererklärung übernehmen können. Daten Dritter wie des Arbeitgebers, der Krankenkasse oder über Kapitaleinkünfte sollen ebenfalls elektronisch eingefügt werden. Ist die Steuererklärung fertig, wird sie per Knopfdruck an das Finanzamt übermittelt und dort maschinell geprüft. Der Steuerbescheid kommt dann idealerweise ebenfalls digital an den Steuerpflichtigen zurück.

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