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01.02.2011

14:22 Uhr

Steuerthema der Woche

Welche Fristen für die Steuererklärung 2011 gelten

VonOliver Holzinger

Die obersten Finanzbehörden der Länder haben über die Fristverlängerung für Steuererklärungen entschieden. Die Abgabe der Formulare hat allgemein bis Ende Mai 2011 zu erfolgen. Eine Fristverlängerung ist in Ausnahmefällen aber möglich.

Die Abgabe der Steuererklärung hat allgemein bis Ende Mai 2011 zu erfolgen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. APN

Die Abgabe der Steuererklärung hat allgemein bis Ende Mai 2011 zu erfolgen. Es gibt jedoch auch Ausnahmen.

DÜSSELDORF. Die obersten Finanzbehörden der Länder haben gleichlautende Erlasse über die Fristverlängerung der Erklärungen für das Kalenderjahr 2010 veröffentlicht. Das betrifft die Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer sowie die gesonderte Feststellung bei Personengesellschaften und für den Verlustvortrag.

Die Abgabe der Formulare hat allgemein bis Ende Mai 2011 zu erfolgen. Sie verlängert sich automatisch für Bürger und Unternehmen, die sich von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern oder Lohnsteuerhilfevereinen unterstützen lassen, bis zum 31. Dezember 2011. Bei nichtberatenen Steuerpflichtigen kann Fristverlängerung bis Ende September gewährt werden, wobei an die Begründung des Antrags keine besonderen Anforderungen gestellt werden. Darüber hinaus wird Fristverlängerung in der Regel aber nur noch im Einzelfall bei besonderer Begründung gewährt. Zu dieser Gruppe zählen auch Steuerberater und Rechtsanwälte; sie können sich nicht auf die allgemeine Verlängerung bis Silvester berufen. Denn das sogenannte Beraterprivileg wirkt nicht für die eigenen Steuererklärungen der Experten - auch insoweit, als es um die Einkommensteuererklärung für den Ehepartner geht.

Hohe Abschlusszahlung

Für beratene Steuerzahler wird eine Fristverlängerung bis Ende Februar 2012 lediglich aufgrund begründeter Einzelanträge gewährt. Ein solcher Fall liegt zum Beispiel vor, wenn die Abgabe der Steuererklärungen durch Ereignisse verzögert wird, die für den Berater nicht vorhersehbar waren und bei der Arbeits- und Personalplanung nicht berücksichtigt werden konnten. Die üblicherweise geltend gemachten Hinderungsgründe wie hohe Arbeitsbelastung durch ständige Gesetzes- und Rechtsprechungsänderungen oder Personalausfälle durch Krankheit und Mutterschutz erkennen die Finanzämter grundsätzlich nicht an. Sie können die Formulare sogar vorzeitig anfordern.

Diese Option wird in der Praxis bei Steuerzahlern genutzt, die ihre Erklärungen in den Vorjahren verspätet oder überhaupt nicht abgegeben haben oder wenn hohe Abschlusszahlung erwartet werden. Ein weiterer Auslöser ist, wenn für Beteiligte an Gesellschaften und Gemeinschaften Verluste festzustellen sind.

Sofern kein Sonderfall zur Pflichtveranlagung vorliegt, können Angestellte, Beamte und Pensionäre einen Antrag auf Durchführung einer Einkommensteuerveranlagung innerhalb von vier Jahren stellen, für das Jahr 2010 also bis zum 31. Dezember 2014. Gleiches gilt für den Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmersparzulage.

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